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Gutwinski-Jeggle, J. (1995). Zum Verhältnis von Gegenübertragung und projektiver Identifikation. Luzifer-Amor, 8(15):61-83.

(1995). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 8(15):61-83

Zum Verhältnis von Gegenübertragung und projektiver Identifikation

Jutta Gutwinski-Jeggle

„Der Analytiker weiß, daß er mit den explosivsten Kräften arbeitet und derselben Vorsicht und Gewissenhaftigkeit bedarf wie der Chemiker“ (Freud 1915, S. 320).

Die Anfänge

Es liest sich fast wie eine Art Zwischenbilanz, was Freud 1910 in seiner Arbeit „Die zukünftigen Chancen der psychoanalytischen Therapie“ an einzelnen neuen Aspekten aus den verschiedensten Bereichen der Psychoanalyse zusammenträgt. Zu diesen Neuentdeckungen gehört auch die Gegenübertragung: „Andere Neuerungen der Technik betreffen die Person des Arztes selbst. Wir sind auf die ‚Gegenübertragung‘ aufmerksam geworden, die sich beim Arzt durch den Einfluß des Patienten auf das unbewußte Fühlen des Arztes einstellt, und sind nicht weit davon, die Forderung zu erheben, daß der Arzt diese Gegenübertragung in sich erkennen und bewältigen müsse. Wir haben (…) bemerkt, daß jeder Psychoanalytiker nur so weit kommt, als seine eigenen Komplexe und Widerstände es gestatten, und verlangen daher, daß er seine Tätigkeit mit einer Selbstanalyse beginne …“ (Freud 1910, S. 108). In dieser ursprünglichen Definition von Gegenübertragung weist Freud darauf hin, daß die eigenen neurotischen Begrenztheiten des Analytikers der Entfaltung der therapeutisch erwünschten Übertragungsbeziehung - wie das Wort sagt - entgegenstehen und diese behindern. So lieferte die Entdeckung der Gegenübertragung zunächst vor allem die Begründung für die Notwendigkeit einer Lehranalyse. Freud selbst fügte dieser, seiner Einstellung zur Gegenübertragung wenig hinzu, geschweige denn, daß er eine Theorie der Gegenübertragung ausgearbeitet hätte, obwohl viele seiner Überlegungen, wie sich zeigen wird, indirekt Gegenübertragungsphänomene mit einschließen. Etwa 40 Jahre lang sollte es so bleiben. Noch in den sogenannten Freud-Klein Controversies Anfang der vierziger Jahre in London war die Gegenübertragung jedenfalls kein Streitpunkt.

Doch

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