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Dittrich, K.A. (1995). Erich Simenauer: Wanderungen zwischen Kontinenten. Gesammelte Schriften zur Psychoanalyse. Herausgegeben und mit einem biographischen Nachwort versehen von Ludger M. Hermanns. Mit einer Einführung von Hermann Beland. 2 Bde. (Jahrbuch der Psychoanalyse/Beiheft 15/16). Stuttgart 1993 (frommann-holzboog), 677 Seiten, DM 88,- pro Bd.. Luzifer-Amor, 8(16):166-172.
    

(1995). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 8(16):166-172

IV REZENSIONEN

Erich Simenauer: Wanderungen zwischen Kontinenten. Gesammelte Schriften zur Psychoanalyse. Herausgegeben und mit einem biographischen Nachwort versehen von Ludger M. Hermanns. Mit einer Einführung von Hermann Beland. 2 Bde. (Jahrbuch der Psychoanalyse/Beiheft 15/16). Stuttgart 1993 (frommann-holzboog), 677 Seiten, DM 88,- pro Bd.

Review by:
Karin A. Dittrich

Wer kennt Erich Simenauer, wer kennt seine Schriften? Dem Leser mag es ebenso ergehen wie der Rezensentin: Zumindest in der jüngeren Generation von Psychoanalytikern löst die Nennung dieses Namens keinerlei Wiedererkennen aus.

Und doch handelt es sich bei diesem Psychoanalytiker, dessen Wirken als Arzt, Psychotherapeut, Ethnologe, Literaturwissenschaftler, Wissenschaftstheoretiker, Ausbilder einen Zeitraum von 1925 bis 1987 umfaßt, um einen der vielgestaltigsten und fruchtbarsten Autoren der deutschsprachigen psychoanalytischen Literatur. Sein Leben bedingte seine weitgespannten Interessengebiete, seine Produktivität und zugleich die beschränkte Wirksamkeit, die seine Tätigkeit auf seine Zeitgenossen hatte.

So sei, bevor näher auf seine Schriften eingegangen wird, sein Lebenslauf kursorisch dargestellt.

Aus jüdisch-traditionellem Elternhaus, 1901 in Gleiwitz/Oberschlesien als Sohn eines Kaufmanns geboren, entschied sich Simenauer, der früh eine starke Neigung zur Musik und Kunst entwickelt hatte, für ein Philosophie- und Medizinstudium mit Beginn in Freiburg i. Br., das er als alleiniges Medizinstudium in Berlin fortsetzte und 1925 dort abschloß. Er besuchte bereits 1928 Kurse und technische Seminare am Berliner Psychoanalytischen Institut, spezialisierte sich bis 1931 für den Facharzt der Chirurgie und war als Chefarzt für die am Urban-Krankenhaus geplante Frauenklinik vorgesehen.

Simenauers Karriere brach 1933 jäh ab: Wie die anderen jüdischen Mitglieder wird er aus der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie ausgeschlossen, seine Habilitationsschrift über Unfallchirurgie abgelehnt.

In einem „wilden“ SA-Lager in der General-Pape-Straße interniert, überlebt er als einer von wenigen nur deshalb eine Prügelorgie, weil ihn einer seiner Bewacher, ein ehemaliger Patient, auffordert, sich tot zu stellen.

Nach seiner „vorläufigen“ Entlassung aus der Haft gelingt ihm im Frühsommer 1933 die Flucht.

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