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Bourne, S. (1996). Übertragung: Lebensgeschichte oder Hier und Jetzt?: Zur Entwicklung von Melanie Kleins Einfluß auf die Technik. Luzifer-Amor, 9(17):124-133.

(1996). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 9(17):124-133

Übertragung: Lebensgeschichte oder Hier und Jetzt?*: Zur Entwicklung von Melanie Kleins Einfluß auf die Technik

Sandy Bourne

Unter Übertragung versteht man im allgemeinen die in der Gegenwart reaktivierte Vergangenheit. Oder handelt es sich um ein aktuelles inneres Geschehen, das der Gegenwart und nicht der Vergangenheit des Patienten angehört? Ich möchte unter einer Reihe verschiedener Blickwinkel untersuchen, wie der kleinianische Einfluß diese Fragen verändert hat.

Zunächst einmal sagen die meisten Analytiker, daß sie der Deutung der Übertragung im Hier und Jetzt Priorität beimessen. Es gibt jedoch auch Kollegen, die diesen Grundsatz als eine Art Glaubensartikel betrachten, als Heiligen Gral, das Ende des Regenbogens. Ich bekomme Schuldgefühle, wenn ich die Übertragung nicht ständig konsequent deute, aber wenn ich es tue, ist mir auch nicht immer wohl zumute, weil ich weiß, daß Schuldgefühle eigentlich kein guter Grund sind. Natürlich gibt es andere, wirklich gute Gründe.

Zweitens ist unsere Einstellung, was die Erforschung der Geschichte betrifft, nicht frei von Ambivalenz. Natürlich sind wir brennend an der Vergangenheit interessiert - wir sind schließlich Psychoanalytiker! Gelegentlich aber scheinen wir uns doch so zu verhalten, als sei es nicht notwendig, sonderlich viel über die Vergangenheit in Erfahrung zu bringen; oder wir befürchten, daß wir der gegenwärtigen Übertragung womöglich ausweichen und uns in ein bequemes Theoretisieren über die Vergangenheit zurückziehen. Auch ich denke sehr oft, daß die Vergangenheit schon für sich selber Sorge tragen wird, wenn es uns gelingt, die Übertragung in der Gegenwart zu analysieren.

Drittens ist uns manchmal nicht wohl dabei, das gegenwärtige Leben des Patienten auszuforschen und zu erkunden, was in seinem Umfeld passiert. Die Vorstellung, Fragen zu stellen, ist uns unbehaglich; oder wir haben das Gefühl, daß Fragen nur dann, aber wirklich nur dann, gerechtfertigt sind, wenn sie zur Klärung der Übertragung beitragen. Wir sind nicht sicher, ob wir die aktuellen Lebensverhältnisse des Patienten, das, was außerhalb der Übertragung geschieht, deuten dürfen.

Dies bringt mich zu einem vierten Aspekt des Kleinschen Einflusses, einem ungemein wichtigen, aber weniger theoretischen Aspekt.

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