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Knellessen, O. (1996). Peter Schneider: Wahrheit und Verdrängung. Eine Einführung in die Psychoanalyse und die Eigenart ihrer Erkenntnis. Berlin 1995 (Edition Tiamat). 174 Seiten, DM 32,—. Luzifer-Amor, 9(17):188-192.

(1996). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 9(17):188-192

II REZENSIONEN

Peter Schneider: Wahrheit und Verdrängung. Eine Einführung in die Psychoanalyse und die Eigenart ihrer Erkenntnis. Berlin 1995 (Edition Tiamat). 174 Seiten, DM 32,—

Review by:
Olaf Knellessen

Wenn die Wahrheit nüchtern wäre, müßte man wohl kaum vor dem morgendlichen Gang zur Waage zittern. Ebensowenig ist sie freilich einfach schrecklich, verweist sie doch auf die Lust, die durchaus auch erschrecken kann, nicht nur viel, sondern alles aufzufressen. Überhaupt ist sie nicht einfach so oder so: nicht absolut, nicht ganz, nicht unumstößlich. Die Wahrheit, so könnte man mit Peter Schneider, Lacan paraphrasierend, sagen, ist nicht Alles, sie ist immer eine geteilte.

In seinem Buch „Wahrheit und Verdrängung“ richtet Peter Schneider psychoanalytisches Wissen neu an. Er geht den Erkenntnissen der Psychoanalyse nach, stößt dabei auf Widersprüche, die er immer weiter verfolgt, bis sich eine neue Lesart, ein anderes Verständnis dessen auftut, was bisher als gesichert und bekannt galt. Psychoanalyse ist Deuten und Neu-Deuten, führt er immer wieder vor: aber nicht nur ein Deuten der Produktionen des Analysanden, sondern ein Deuten und Neu-Deuten ihrer selbst, der Produktionen und Verfaßtheiten der Psychoanalyse. So stellt er schon im Titel seines Buches die beiden auf den ersten Blick so inkompatiblen Begriffe „Wahrheit“ und „Verdrängung“ einander gegenüber und konfrontiert sie miteinander. Damit meint er jedoch nicht jenen bekannten Zeigefinger, der zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten daran mahnen zu müssen glaubt, daß die Wahrheit gerne verdrängt wird, daß man sie am liebsten nicht wahr haben möchte.

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