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Huppke, A. (1996). Zur Geschichte des Internationalen Psychoanalytischen Verlages. Luzifer-Amor, 9(18):7-33.

(1996). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 9(18):7-33

I AUFSÄTZE

Zur Geschichte des Internationalen Psychoanalytischen Verlages

Andrea Huppke

In der ersten Blütezeit der psychoanalytischen Institutionsbildungen hat es in Wien einen Verlag gegeben, der zwischen 1919 und 1938 alle wesentlichen psychoanalytischen Schriften veröffentlichte. Diese Überschaubarkeit, aber auch diese Konzentration auf einen Ort wäre heute undenkbar. Freud selbst hatte die Gründung des Verlages initiiert, und er blieb der Protagonist in dessen Geschichte, wenn auch das Schicksal vieler anderer mit darin verwoben wurde.

Freud ist als „ein Mann des Buches“ bezeichnet worden. Er war ein Mann des gehörten und des geschriebenen Wortes. Ihm war die schriftliche Verarbeitung dessen, was er von seinen Patienten hörte, notwendig, um zu verstehen, was es bedeutete. „Kein Eindruck, kein Affekt, keine Idee, keine Erfahrung ist je wirklich sein eigen geworden, bevor er sie nicht zu Papier gebracht hatte“1, beschreibt Lydia Flem Freuds Leidenschaft zu schreiben.

Das ist die eine Seite, die persönliche Seite. Darum soll es hier nicht in erster Linie gehen. Das geschriebene Wort hatte noch andere Funktionen in den ersten 40 Jahren der Psychoanalyse. Freud hat seine Schüler immer dazu angehalten, aufzuschreiben und zu veröffentlichen, was sie herausgefunden haben. Zwar nahm die Diskussion in der psychoanalytischen Bewegung großen Raum ein, jedoch wurde in der Regel, wie etwa in der Mittwochs-Gesellschaft, ein schriftlich gefaßter Vortrag zugrundegelegt oder die Diskussion selbst wurde schriftlich geführt. Die langen Rundbriefe des „Geheimen Komitees“ oder auch die ausführliche Diskussion über das Thema der Laienanalyse in der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse“ (1927) sind Beispiele hierfür.

Auch die schriftliche Dokumentation der mündlich geführten Diskussionen war Freud schon früh ein Anliegen, und er verpflichtete 1906 den gerade zur Mittwochs-Gesellschaft hinzugekommenen Otto Rank als Sekretär: „Genau betrachtet muß man in Ranks Anstellung als Sekretär der Mittwochs-Gesellschaft den entscheidenden Schritt zur endgültigen Institutionalisierung der Psychoanalyse sehen; Otto Rank war gewissermaßen ihr erster Funktionär.“2

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