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Halász, A. (1999). Säuglingsbeobachtung - Säuglingsforschung. Luzifer-Amor, 12(23):155-174.

(1999). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 12(23):155-174

Säuglingsbeobachtung - Säuglingsforschung

Anna Halász

In neuester Zeit wurden Theorie und Praxis der Psychoanalyse auf unerwartete Weise durch die jüngsten Daten aus der Säuglingsbeobachtung und Säuglingsforschung befruchtet. Die zunächst spontanen und später systematischen Säuglingsbeobachtungen hatten bereits in den Nachkriegsjahren begonnen und unmittelbare Daten für die genetische Entwicklungspsychologie und die Theorie von der Objektbeziehung geliefert. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, daß sich Esther Bick schon ab 1948 in der klinischen Ausbildung mit der Säuglingsbeobachtung beschäftigte und die Britische Psychoanalytische Gesellschaft die Säuglingsbeobachtung ab 1960 in ihr Ausbildungsprogramm aufnahm (Bick, 1964). Unter dem Einfluß der unmittelbaren Beobachtungsdaten und der im Klinikum gewonnenen Erfahrungen vollzog sich in der psychoanalytischen Theorie eine zunehmende Wandlung. Anstelle der Einpersonen-Psychologie trat eine auf Beziehung beruhende Zweipersonen-Psychologie.

Die Säuglingsforschung und die Budapester Schule

Obwohl sich die Freudsche Metapsychologie zunehmend wandelte, haben einige Grundthesen doch unverändert die Jahrzehnte überdauert. Das ergab sich nicht selten aus der Achtung vor dem analytischen Bauwerk, aber auch daraus, daß dieses Bauwerk die Umgestaltungen relativ gut vertrug. Die neuesten Daten aus der Säuglingsforschung stellen hingegen einige scheinbar unanfechtbare Grundthesen in Frage, so die These von der Triebentwicklung, speziell der Entwickung der Libido, oder das Lustprinzip und das Realitätsprinzip, desweiteren die Rolle der Regression und der Fixierung in der Entwicklung und in der Psychopathologie. Verschiedene schon früher angezweifelte Lehrsätze, wie der primäre Narzißmus, erhielten weitere Fragezeichen, und zahlreiche Feststellungen der Theorie von der Objektbeziehung sowie der Hartmannsche Lehrsatz von der Ich-Psychologie bezüglich der konfliktfreien Ich-Entwicklung wurden bekräftigt. Darüber hinaus schlagen die Forscher zahllose neue Konzeptionen vor - so Stern (1985) die Entwicklung des Selbst auf Gefühlsebene oder eine neue Affekttheorie (Stern, 1985 und Demos, 1995, zitiert bei Tényi, 1996) -, die in erster Linie unsere Ansichten von der Frühentwicklung umschreiben.

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