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May, U. (1999). Ein Traum (1897) und ein Brief (1902): Zur frühen Beziehung zwischen Freud und Isidor Sadger. Luzifer-Amor, 12(24):25-48.

(1999). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 12(24):25-48

Ein Traum (1897) und ein Brief (1902): Zur frühen Beziehung zwischen Freud und Isidor Sadger

Ulrike May

Zusammenfassung

Auf der Basis von Wittels’ Hinweis, daß sich Freuds Traum vom „norekdalen Stil“ auf Isidor Sadger und dessen Aufsatz mit dem Titel „Das Wunder vom denkenden Eiweiß“ (1897) bezieht, wird eine neue Datierung des Traums vorgeschlagen, nämlich die ersten beiden Aprilwochen 1897. Es wird erörtert, aus welchen Gründen dieser Aufsatz, in dessen Mittelpunkt der Neurologe Paul Flechsig steht, Freud zu einem Traum angeregt haben könnte. Flechsigs Grundkonzeption des Zusammenhangs zwischen Gehirn und Seele wird umrissen, auf Sadgers „voranalytische“ Sicht der psychischen Vorgänge, die in einigen Punkten den späteren Analytiker schon erkennen läßt, wird hingewiesen. Der mit Freuds Traum verbundene reale Kontakt zwischen Freud und Sadger in den neunziger Jahren wird rekonstruiert. Sadger besuchte (ebenso wie Kahane) als bereits promovierter Arzt ab 1895/96 Freuds Vorlesungen, die damals in einem sehr kleinen Kreis stattfanden. Gleichzeitig interessierte er sich (ebenso wie andere, später Freuds Mittwochgruppe angehörende Ärzte) für die Hydrotherapie, einer damals in gutem Ansehen stehenden Heilmethode. Ende 1897 erwähnt Sadger zum ersten Mal in einer Publikation Freud und greift seine Theorie der Angstneurose und deren sexueller Ätiologie auf. Es wird gezeigt, daß Sadger schon 1898 mit der Durchführung von Analysen begann und folglich zusammen mit Reitler zu den ganz wenigen Ärzten gehört, die sich in den neunziger Jahren für Freuds Ansatz interessierten und bis zur Gründung der Mittwoch-Gruppe und darüber hinaus in Freuds Nähe blieben. Ein bisher unveröffentlicher Brief Freuds an Sadger aus dem Jahr 1902, der ebenfalls auf die schon bestehende Bekanntschaft schließen läßt, wird vorgestellt und der mögliche Anlaß für den Brief (Verleihung des Professorentitels an Freud) erörtert.

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