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Hau, S. (1999). 40 Jahre experimentelle Traumforschung - Abkehr von der Psychoanalyse?. Luzifer-Amor, 12(24):112-153.

(1999). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 12(24):112-153

40 Jahre experimentelle Traumforschung - Abkehr von der Psychoanalyse?

Stephan Hau

Zusammenfassung

In den mehr als 40 Jahren, in denen, v. a. in experimentellen Untersuchungen im Labor, systematisch Träume erforscht wurden, sind umfangreiche Erkenntnisse über die Struktur und Beschaffenheit des manifesten Traums erarbeitet worden, die aber - bis auf einige Ausnahmen - in psychoanalytischen Diskursen weitgehend unbeachtet geblieben sind. Dies ist insofern unverständlich, weil viele Untersuchungen sich auf Freud und die „Traumdeutung“ beziehen. Zwar haben sich einige Psychoanalytiker selbst in das Labor begeben, um unter kontrollierten Bedingungen Träume zu erforschen, aber das ist bisher die Ausnahme. Viele der empirischen Untersuchungen sind aber auch für die Psychoanalyse relevant, v. a. im Hinblick auf die Ausformulierung und Weiterentwicklung metapsychologischer Konzepte.

Neben einem ersten Einblick in die Vielfalt der Befunde, die das Wissen und die Vorstellungen über den Traum so nachhaltig verändert haben, wird dargestellt, daß die Annahme einer kausalen Verknüpfung zwischen REM-Schlaf und Träumen aufgegeben werden muß. Auch können Träume nicht mit visueller Wahrnehmung gleichgesetzt werden, sondern müssen als eigenständiger kognitiver Prozeß konzipiert werden.

Nachhaltig plädiert wird für eine eigenständige psychoanalytische Taumforschung, die, im Gegensatz zu kognitionspsychologischen Forschungsansätzen, ein dynamisches Unbewußtes und die individuellen Motive, Wünsche und Konfliktlagen mitberücksichtigt. Die Untersuchungsmethode der subliminalen Stimuluspräsentation eignet sich besonders gut, um die Beschaffenheit der Träume und der vorbewußten Verarbeitungsprozesse zu untersuchen, wodurch Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des psychischen Apparates gelingen.

Die Reichhaltigkeit, aber auch Widersprüchlichkeit der Befunde experimenteller Traumforschung soll auch verdeutlichen, wie anregend Forschung auf diesem Gebiet sein kann, wobei die Auseinandersetzung mit diesen Befunden für die Psychoanalyse einen Gewinn bedeuten würde.

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