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Klemann, M. (2003). 16. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse 21. bis 23. Februar 2003 in Tübingen. Luzifer-Amor, 16(32):170-179.

(2003). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 16(32):170-179

II BERICHTE ÜBER TAGUNGEN UND FORSCHUNGSPROJEKTE

16. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse 21. bis 23. Februar 2003 in Tübingen

Manfred Klemann

Den Auftakt des diesjährigen Symposions machte Ernst Federn - Goethe hat schon das meiste gewußt Sein Einfluß auf Freud. Bekanntlich hegte Freud eine große Bewunderung für Dichter, insbesondere für das Universalgenie Goethe. Und bekannt sind ebenso die vielfältigen ideengeschichtlichen Überschneidungen zwischen psychoanalytischen und literarischen Produktionen. Es war zwar nicht Freud, der als erster auf die Existenz des Unbewußten hingewiesen hatte, er hatte aber als erster eine Methode zu seiner Bewußtmachung entwickelt. Allerdings führe, so Federns Credo, die damit verknüpfte Selbsterkenntnis, trotz gegenteiliger Behauptungen, nur in den seltensten Fällen auch direkt zur Heilung. Insofern hatte es Federn nicht schwer, mittels einiger, aus einem Goethekalender mehr oder weniger zufällig zusammengetragener Zitate und - zur Erheiterung der Anwesenden - einer kleinen Freud-Plastikfigur aus dem Verkaufsregal eines Comic- und Andenkenladens, seine Vortragsthese launig zu belegen, bevor er auf sein eigentliches ceterum censeo zu sprechen kam. Wie schon so oft, ging es ihm letztlich wieder darum, auf die Unterschiede zwischen der Psychoanalyse als einer therapeutischen Methode und als Instrument der Erkenntnisgewinnung aufmerksam zu machen. Wer Federn kennt, weiß, daß es ihm eine Herzensangelegenheit ist, immer wieder zu unterstreichen, daß sich die anglo-amerikanische Rezeption der Psychoanalyse und deren vorwiegendes Interesse an den kurativen Effekten von der klassischen Freudschen Psychoanalyse und der analytischen Ich-Psychologie seines Vaters Paul Federn signifikant unterscheide.

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