Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To find a specific quote…

PEP-Web Tip of the Day

Trying to find a specific quote? Go to the Search section, and write it using quotation marks in “Search for Words or Phrases in Context.”

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Lohmann, H. (2004). Günter Gödde: Mathilde Freud. Die älteste Tochter Sigmund Freuds in Briefen und Selbstzeugnissen. Gießen (Psychosozial) 2003, 394 Seiten. 29.90 Euro.. Luzifer-Amor, 17(33):173-174.

(2004). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 17(33):173-174

Günter Gödde: Mathilde Freud. Die älteste Tochter Sigmund Freuds in Briefen und Selbstzeugnissen. Gießen (Psychosozial) 2003, 394 Seiten. 29.90 Euro.

Review by:
Hans-Martin Lohmann

Während über Freuds jüngste Tochter eine Fülle von biographischen Veröffentlichungen vorliegt - denn Anna war es, die das geistige Erbe ihres Vaters fortführte und das Interesse der Biographen nachhaltig beflügelte -, blieb das Schicksal der beiden älteren Töchter Mathilde und Sophie stets unterbelichtet. Sophie starb in jungen Jahren und hatte deshalb kaum Chancen auf eine eigene Biographie, während Mathilde (1887-1978) einfach nur dem allgemeinen Desinteresse verfiel. Es ist das Verdienst des Berliner Freud-Forschers Günter Gödde, letzterem Umstand mit einer gut recherchierten Publikation abgeholfen zu haben.

Gödde hat ca. 60 kürzlich aufgefundene Briefe und Karten Mathildes an den Jugendfreund Eugen Pachmayr veröffentlicht und diese Dokumente, sorgfältig kommentiert, in den größeren Zusammenhang des Lebens von Mathilde und der Freud-Familie insgesamt gestellt. Transkribiert und annotiert von Michael Schröter, erlauben die zwischen 1903 und 1910 entstandenen Schriftstücke, die um den Abdruck eines von Mathilde von 1899 bis 1909 geführten »Conzert- und Theater-Merkbüchleins« ergänzt werden, einen guten Einblick in die Lebensumstände einer heranwachsenden jungen Frau aus gutbürgerlichen jüdischen Verhältnissen, in denen die meisten familiären Entscheidungen »im Namen des Vaters« getroffen wurden. Ganz offenbar lehnte Freud eine eheliche Verbindung seiner ältesten Tochter mit dem nichtjüdischen Eugen Pachmayr ab, und so blieb die Korrespondenz zwischen ihm und ihr völlig platonisch: Eugen heiratete Regine Steinhaus, und fast gleichzeitig annoncierte Mathilde ihm ihre Verlobung mit Robert Hollitscher. Nicht nur der Autor, sondern auch der Leser fragt sich, in welchem Maße Mathildes Lebensschiff im »ödipalen Hafen« des Vaters, der den Töchtern ein solches Schicksal im Rahmen seiner Theorie der psychosexuellen Entwicklung ausdrücklich zugeschrieben hatte, verankert blieb.

Zum

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.