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PEP-Web Tip of the Day

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Schellenbacher, M. (2004). Sigmund Freud und Karl Popper. Luzifer-Amor, 17(34):154-156.

(2004). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 17(34):154-156

Kleine Mitteilungen

Sigmund Freud und Karl Popper

Manfred Schellenbacher

Die Protokolle der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung registrieren am 22. November 1911 einen Dr. Popper und bemerken dazu lakonisch (Bd. 3, S. 306): »Die Identität des Dr. Popper konnte nicht festgestellt werden.«

Der betreffende Band der Protokolle wurde 1979 im Verlag S. Fischer publiziert. Gut möglich, daß dabei ein gegenseitiger Verdrängungs- und Verleugnungsmechanismus zwischen Karl Popper und der Psychoanalyse eine Rolle spielte. Es verwundert, daß niemand den Namen »Dr. Popper« mit Karl Popper assoziierte. Gerade Poppers wissenschaftstheoretische Position wurde in diesen Jahren als Kritik an der Psychoanalyse gern zitiert. Seine ablehnende Haltung hört sich zum Beispiel so an (1994, S. 53 f.):

Freuds Epos vom Ich, Über-Ich und Es kann kaum mehr Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben als Homers Sammlung von olympischen Skandalgeschichten. Als Theorien erklären sie einige Tatsachen, aber nach Art und Weise von Mythen. Sie enthalten hochinteressante Gedanken über psychologische Probleme, aber leider nicht in prüfbarer Form.

Ludwig Wittgenstein, ein wissenschaftstheoretischer Mitdiskutant, der sich wie Popper nicht direkt zum philosophischen »Wiener Kreis« zählen lassen will, hatte zu Freud ebenfalls eine ambivalente, also auch anerkennende, fast bewundernde Haltung. Seine Schwester Margarete Wittgenstein-Stonborough war bei Freud in Analyse. Ähnliches gilt für einen dritten philosophischen Freund, Bertrand Russell, der sich für die Psychoanalyse, insbesondere die psychoanalytische Pädagogik, sehr interessierte.

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