Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To convert articles to PDF…

PEP-Web Tip of the Day

At the top right corner of every PEP Web article, there is a button to convert it to PDF. Just click this button and downloading will begin automatically.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Kreft, G. (2007). Britta Konz: Bertha Pappenheim (1859-1936). Ein Leben für jüdische Tradition und weibliche Emanzipation. Frankfurt a. M. (Campus) 2005, 410 Seiten. 39.90 Euro.. Luzifer-Amor, 20(39):164-165.
    

(2007). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 20(39):164-165

Britta Konz: Bertha Pappenheim (1859-1936). Ein Leben für jüdische Tradition und weibliche Emanzipation. Frankfurt a. M. (Campus) 2005, 410 Seiten. 39.90 Euro.

Review by:
Gerald Kreft

1953 löste Ernest Jones im 1. Band seiner Freud-Biographie das Pseudonym der Fallgeschichte »Anna O.« auf: es handelte sich um Bertha Pappenheim, »eine der ersten [Frauen] der Welt«, die sich der Sozialarbeit widmeten. Der Rezensent der deutsch-jüdischen Emigrantenzeitung Aufbau in New York bemerkte sofort die wissenschaftliche Bedeutung dieser Identifizierung. Wohl zum ersten Mal sei es jetzt möglich, eine »tiefenpsychologische Biographie zu präsentieren, eine Biographie, die unter Benutzung alles nun zur Verfügung stehenden Materials hoffentlich bald und ausführlich eine neue und bessere Einsicht in die Höhen und Tiefen menschlicher Entwicklung geben wird«. Pappenheims Verwandte und Schülerinnen waren entsetzt. Weit schlimmer noch als der Bruch der ärztlichen Schweigepflicht sei der von Jones erweckte Eindruck, »dass sie [B. P.] nie gesundete und ihre Sozialtätigkeit und selbst ihre Frömmigkeit nur eine andere Entwicklungsphase ihrer Krankheit waren«. Indem Britta Konz diese seinerzeit ebenfalls im Aufbau erschienene Kritik nicht als Zitat kennzeichnet, sondern wörtlich als eigene Einschätzung präsentiert (S. 20), markiert sie so symptomatisch wie programmatisch die Stellung ihres Buches im jahrzehntelangen Anna O./Bertha Pappenheim-Diskurs.

Die vorliegende Dissertation der evangelischen Religionswissenschaftlerin Konz ist - wie aus Tageszeitungen, etwa der Frankfurter Rundschau zu erfahren war - mit dem Hanna-Jursch-Preis ausgezeichnet worden.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.