Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To search only within a publication time period…

PEP-Web Tip of the Day

Looking for articles in a specific time period? You can refine your search by using the Year feature in the Search Section. This tool could be useful for studying the impact of historical events on psychoanalytic theories.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Naubaur, C. (2010). Warum Melanie Klein vielleicht nicht einparken konnte, aber mit Sicherheit ein Genie war. Über Julia Kristevas Melanie-Klein-Buch. Luzifer-Amor, 23(45):187-191.
  

(2010). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 23(45):187-191

Warum Melanie Klein vielleicht nicht einparken konnte, aber mit Sicherheit ein Genie war. Über Julia Kristevas Melanie-Klein-Buch

Caroline Naubaur

Wer in einer Buchhandlung in Kristevas Band Das weibliche Genie blättert, wird irritiert sein. Der Untertitel lautet - nun, nicht gerade »Menschen, Tiere, Sensationen«, aber »Das Leben, der Wahn, die Wörter«. Warum? Und natürlich hat ein deutscher Leser mit dem Genie-Begriff Probleme. Wenn er dann noch hört, dass es sich um eine Trilogie des weiblichen Genies handelt, wird er Hannah Arendt, Melanie Klein und Colette zumindest als eine komische Trias empfinden. Der Besucher der Buchhandlung hat damit aber auch schon alle Vorurteile, die man gegen dieses Buch hegen kann, Revue passieren lassen und sollte es nun kaufen, sofern er sich irgend für das Schicksal der Psychoanalyse interessiert - und hier sind alle an Philosophie oder einfach am Leben des Geistes Interessierten mitgemeint.

Kristeva zielt auf eine öffentliche Aneignung der Psychoanalyse, fast kann man sagen: als moderner Glaubenslehre, oder besser: als des Anderen der Religionen. Die psychoanalytische Theorie bekommt etwas Fundamentales, d. h. nicht so sehr die Theorie als vielmehr die Erfahrung, die allgemein werden sollte. Ihr erstes Anliegen klingt so simpel und selbstverständlich, ist es jedoch nicht: dass nämlich Theorie aus der Erfahrung folgen müsse. Melanie Klein wird zum Idol gerade der englischen Empiriker, weil sie an diesem Vorrang der Erfahrung festhält.

Kristevas Darstellung der dramatis personae ist stets von Gerechtigkeit geprägt.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.