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Ash, M.G. (2011). Unverhohlene Nostalgie. Luzifer-Amor, 24(47):10-12.

(2011). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 24(47):10-12

Themenschwerpunkt: Freude an der Psychoanalysegeschichte: Eine Festgabe für Ludger M. Hermanns zum 60. Geburtstag, überreicht vom Berliner Forum für Geschichte der Psychoanalyse Mit-Herausgeberin: Regine Lockot

Unverhohlene Nostalgie

Mitchell G. Ash

Lieber Ludger,

das geistige Leben Berlins - so will es die Geschichtsschreibung - spielt sich seit Jahrhunderten zu einem gewichtigen Teil in kleinen Zirkeln ab. Sie waren und bleiben privilegierte Orte der Begegnung, des zuweilen kontroversen Austauschs und im Glücksfall der Verständigung unter Gleichen bzw. unter solchen, die es werden wollen. Für Zugereiste waren und sind solche Orte überall weniger zugänglich; eingeführt musste und muss man noch immer werden.

Das Berliner Forum für Geschichte der Psychoanalyse hatte bereits die Atmosphäre eines solchen Zirkels, als ich Anfang der 1990er Jahre für eine Zeitlang dazustieß. Damals war ich Professor an der University of Iowa in den USA, der nach einem Jahr als Fellow am Wissenschaftskolleg 1990/91 mehrere Forschungsaufenthalte in Berlin absolvieren durfte. Früher schon war ich dort gewesen als ein Doktorand aus Harvard, der sich für Psychologiegeschichte, vornehmlich für Gestaltpsychologie interessierte. Bald darauf, nach Abschluss der Dissertation, begann ich mich mit den vertriebenen Psychologen und den Wandlungen der Psychologie in der Emigration nach 1933 zu befassen. Ein Interesse an der Geschichte der Psychoanalyse bestand bereits seit meiner ausgiebigen Freud-Lektüre in der College-Zeit. In die Diskussionen des Forums wurde ich durch Christiane Hartnack eingeführt, die am Psychologischen Institut der FU Berlin arbeitete und eine Dissertation über Psychoanalyse und Kolonialismus in Indien begonnen hatte.

Meine eigene Arbeit konzentrierte sich damals wie heute - wenngleich mit anderen Schwerpunkten - auf den Zusammenhang von Wissenschafts-entwicklungen und politischer Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Damals begann sich die Wissenschaftsgeschichtsschreibung der NS-Zeit zu professionalisieren. Geoffrey Cocks’ Dissertation (1979) hatte ich bereits gelesen, fast gleichzeitig mit Alan Beyerchens Buch Wissenschaftler unter Hitler (1977, dt. 1981).

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