Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To refine search by publication year…

PEP-Web Tip of the Day

Having problems finding an article? Writing the year of its publication in Search for Words or Phrases in Context will help narrow your search.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Huppke, A. (2016). Ulrike May: Freud bei der Arbeit. Zur Entstehungsgeschichte der psychoanalytischen Theorie und Praxis, mit einer Auswertung von Freuds Patientenkalender. Gießen (Psychosozial) 2015, 380 Seiten. 39,90 Euro.. Luzifer-Amor, 29(57):189-190.

(2016). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 29(57):189-190

Ulrike May: Freud bei der Arbeit. Zur Entstehungsgeschichte der psychoanalytischen Theorie und Praxis, mit einer Auswertung von Freuds Patientenkalender. Gießen (Psychosozial) 2015, 380 Seiten. 39,90 Euro.

Review by:
Andrea Huppke

Wer die hohe Kunst der psychoanalytischen Theoriegeschichtsschreibung erlernen möchte, dem ist mit dieser Aufsatzsammlung von Ulrike May ein unverzichtbares Vorbild an die Hand gegeben. Es wurde höchste Zeit, dass eine Auswahl ihrer in verschiedenen Zeitschriften, vor allem der Psyche und LUZIFER-AMOR, veröffentlichten Texte in einem Buch zusammengefasst wurden. Ulrike May ist eine der profiliertesten Psychoanalysehistorikerinnen, auch auf internationalem Parkett. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag zunächst auf Freuds früher klinischer Theorie, die das Thema ihrer Dissertationsveröffentlichung wurde. Neben Arbeiten zu Edith Jacobson (2005), Isidor Sadger (enthalten im besprochenen Band), Ferenczi und Mahler (2003) und der eingehenden Auswertung von Freuds Patientenkalendern (ebenfalls im besprochenen Band) dreht sich ihre Arbeit seit vielen Jahren um die Unterschiede zwischen den Theorien von Freud und Karl Abraham.

May geht in intensiver Detailarbeit, mit großer Sachkenntnis und von verschiedenen Seiten her in mehreren Texten den differenten Auffassungen von Freud und Abraham nach, die ihrer Erfahrung nach - und hier geht sie über eine reine Geschichtsschreibung hinaus - zu einer verzerrten Sicht auf Freuds Theorien geführt haben. An dieser Stelle wird eines der Anliegen von Mays Arbeit deutlich: Sie will jenseits von Meinungen und Idealisierungen nachweisen, dass wir »Freud heute mit Abrahams Augen lesen, ohne dass es uns bewusst wäre«, und dass das zu einer Strenge und einem Moralisieren in der psychoanalytischen Praxis geführt hat, die ursprünglich darin nicht enthalten sind.

[This is a summary or excerpt from the full text of the article. PEP-Web provides full-text search of the complete articles for current and archive content, but only the abstracts are displayed for current content, due to contractual obligations with the journal publishers. For details on how to read the full text of 2017 and more current articles see the publishers official website here.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.