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Tögel, C. (2016). Hubert Grabitz: Freud unterm Protokoll. Zu den Diskussionen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung WPV. Berlin (Simon Verlag für Bibliothekswissen) 2015, 177 Seiten. 21,90 Euro.. Luzifer-Amor, 29(57):192-193.

(2016). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 29(57):192-193

Hubert Grabitz: Freud unterm Protokoll. Zu den Diskussionen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung WPV. Berlin (Simon Verlag für Bibliothekswissen) 2015, 177 Seiten. 21,90 Euro.

Review by:
Christfried Tögel

Das hier zu besprechende Buch verspricht Antworten u. a. auf folgende Fragen: Wie geht man mit Abweichungen um? Wer waren die Männer, die sich bei Freud trafen? Worüber wurde gesprochen und wie überzeugend waren ihre Argumente? Wieso kam erst 1910 eine Frau in den Kreis um Freud und schied schon 1911 mit der Gruppe um Alfred Adler wieder aus? Wie kann der frühe psychoanalytische Theoriediskurs bewertet werden?

Nicht alle Antworten sind für den Historiker der Psychoanalyse neu. Allerdings liefert der Autor einen interessanten Ansatz: Er betrachtet die Mittwoch-Gesellschaft bzw. die WPV als »Peircesche Interpretationsgemeinschaft« bzw. Scientific Community, deren Mitglieder sich »über Gegenstand, Fragestellungen, Methoden und Erkenntnisse des Fachgebiets« verständigen (S. 52 f.). Seine Schlussfolgerung lautet, Freud habe die Gruppe der Mittwoch-Gesellschaft um sich gesammelt »als ein ›Kantisches (universelles) Publikum‹, vor dem seine Erkenntnisse Bestand haben müssen« (S. 53).

Aufgrund einer Analyse der Mitgliederstruktur des »Kreises um Freud« zwischen 1902 und 1911 teilt der Autor mit, dass 98 % der Mitglieder männlich waren, 77 % zwischen 26 und 40 Jahre alt und jüdischer Abstammung, 50 % aus Wien stammten und 68 % Ärzte waren.(Ein Anhang listet alle WPV-Mitglieder bis 1911 auf und enthält: Geburtsort, familiäre Herkunft, religiöses Bekenntnis, Jahre der Mitgliedschaft, Alter bei Eintritt, Grund für Beendigung, Grund für erste Kontaktaufnahme, Beruf /Ausbildung/Titel.)

Zwei Kapitel beschäftigen sich mit Alfred Adler, seinen Thesen und den Diskussionen dazu; zwei weitere sind Diskurscharakteristika und Argumentationen in den Protokollen der WPV gewidmet.

Das abschließende Kapitel behandelt das Thema »Wissenschaftsgeschichte«. Der Autor versteht sie »als Abfolge von Erfolgen, Revisionen und Misserfolgen« (S. 143).

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