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Dahmer, H. (2018). Adorno und die Psychoanalyse. Luzifer-Amor, 31(62):189-194.

(2018). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 31(62):189-194

Adorno und die Psychoanalyse

Helmut Dahmer

Die Psychoanalyse ist eine vertrackte Wissenschaft. Ihr »Objekt« sind vergesellschaftete Individuen, die sich selbst (mehr oder weniger) abhanden gekommen sind und versuchen, sich wiederzufinden - als Autoren ihrer Lebensgeschichte. Der Naturwissenschaft (der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) entwachsen, tritt die Freudsche Therapeutik noch immer gern in der Maske einer »science« auf, so, als wären die »sozialen Leiden« (Ferenczi), mit denen sie es zu tun hat, naturale. Darüber wird stets wieder Freuds zentrales Interesse vergessen - das er mit Marx und Nietzsche teilte -: Institutionen der Kultur und der Seele, die als »natürliche« imponieren, ohne es zu sein, durch Aufdeckung ihrer Genealogie ihres Naturscheins zu entkleiden.

Horkheimer und Adorno haben sich vier Jahrzehnte lang mit Freud auseinandergesetzt, dessen Theorie ihnen als aktuelle Gestalt der Aufklärung galt, während sie die davon abgeleitete, die Theorie nährende therapeutische Praxis eher für ein Instrument sozialer Kontrolle hielten. Als die beiden aus Frankfurt vertriebenen Sozialphilosophen zu Beginn des zweiten Weltkriegs das gemeinsame Projekt in Angriff nahmen, ihre Zeit in Gedanken zu erfassen, erwogen sie zunächst, noch ehe der (exterminatorische) Antisemitismus ins Zentrum ihres Interesses (und ihrer »philosophischen Fragmente«) rückte, die Dialektik der Aufklärung am Beispiel der Psychoanalyse und ihrer (Fehl-)Entwicklung aufzuzeigen.

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