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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Staub, H. (1932). Ein Inzest und ein Inzestverdacht: Zwei Fälle aus der gerichtlichen Praxis. Psychoanalytische Bewegung, 4(1):41-56.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(1):41-56

Ein Inzest und ein Inzestverdacht: Zwei Fälle aus der gerichtlichen Praxis

Hugo Staub

I) Der Inzest

Eines Morgens wird auf einem Bauplatz im Osten Berlins die 12 Jahre alte Hildegard Z. ermordet aufgefunden. Alle Anzeichen lassen auf Lustmord schließen, und der 40 Jahre alte kriegsinvalide Bauwächter Richard wird wegen Mordverdachts verhaftet. Er hatte den Bau allein bewacht, mit der kleinen Hilde und anderen Kindern tagsüber auf der Baustelle gespielt, ihnen auch Süßigkeiten geschenkt. Da ihm aber mehr nicht nachzuweisen war, er auch bisher nicht bestraft ist, wird er nach zwei Wochen aus der Haft entlassen. Zwei Monate darauf wird er wiederum verhaftet, diesmal wegen Inzestes, begangen an seiner zwölfjährigen Tochter. Er gesteht, sich etwa seit 4 Jahren an dem Kinde vergangen zu haben. Er ließ seinen Geschlechtsteil von ihr reiben, ihn bis zum Samenerguß in den Mund nehmen, oft, besonders nach reichlichem Alkoholgenuß, habe er auch geschlechtlich mit dem Kinde verkehrt.

Im Kriege hat er ein Auge verloren, war auch verschüttet und litt seither an Krämpfen und verschiedenen körperlichen Schmerzen. Die vielen Medikamente, die er verschrieben bekam, hatten ihm — so erzählt er — ein ständiges Jucken der Haut verursacht, zu dessen Linderung die Kinder ihn „schuppen” mußten. Besonders Erika, die älteste seiner fünf Kinder, wurde zu dieser Funktion herangezogen. Er lag im Bett, auf dessen Rand sie sitzen und seinen ganzen Körper zur Milderung des Juckreizes „schuppen” mußte. Bei dieser Gelegenheit habe das Kind, das sehr stürmisch und „anschmiegsam” sei, ihm erzählt, sie habe oft gesehen, wie er „ihn” bei Mama hereingesteckt habe und ob denn das so schön sei, daß Mama immer so dabei gestöhnt habe. Dabei habe sie ihn heiß gedrückt, und so sei es gekommen, daß er sie habe am Glied spielen und es auch in den Mund nehmen lassen.

Seine Frau, die fast taub ist, habe von dem Verkehr mit Erika gewußt. Wenn sie unwohl war, habe sie sich gewöhnlich in das eine Bett, in dem die Kinder — Knaben und Mädchen — zusammen schliefen, gelegt, um das neue, bessere Ehebett zu schonen.

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