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Hitschmann, E. (1932). Franz Werfel als Erzieher — der Väter. Psychoanalytische Bewegung, 4(1):57-61.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(1):57-61

Franz Werfel als Erzieher — der Väter

Eduard Hitschmann

In dem zunehmenden Unbehagen in einer gefahrumdrohten Kultur ist die Bekanntschaft mit einem neuen und vollendeten Werk der Kunst Genuß und Trost und Hoffnung zugleich.

Die Befriedigung ist umso größer, wenn — wie mit seinem letzten Roman „Die Geschwister von Neapel” — der Dichter mit seinem Werk über sich selbst hinaus wächst.

Werfel hat selbst erzählt, daß das Werden dieses Buches ein anderes war, als er es bisher in sich beobachtet hat. „Während ich bei anderen meiner Werke oft verstandesmäßig vorausgesehen habe, wohin sich der Keim, der im Geiste zu knospen begann, entwickeln kann, so war es für mich überraschend, daß diese Entwicklung bei den ‚Geschwistern von Neapel’ anderen Gesetzen zu unterliegen schien, als sonst. Ich müßte fast sagen, alle Worte, wie etwa Intuition, wären nicht richtig, weil all das Geschehen in diesem Roman mit einem Schlag außerhalb meiner Person real dastand, so voll eigenen Lebens, daß ich gar keine andere Pflicht hatte, denn als teilnehmender Mensch diesem Geschehen aufzeichnend zu folgen… Von einem gewissen Augenblick an gewannen die Figuren ein diktatorisches Eigenleben und wählten ihren Weg, so daß ich in die glückliche Lage kam, sie gleichsam nur beobachten zu müssen… Ganz anders stand es bei meinem Roman ‚Barbara’, wo ich sozusagen erinnertes Leben unbeweglich vor mir hatte, während ich bei den ‚Geschwistern von Neapel’ fast das okkulte Gefühl hatte, ein Leben, das irgendeinmal irgendwo in der Welt bestand, durch eine merkwürdige Übertragung innerlich eingeflüstert zu erhalten, ohne im geringsten eigene Erlebnisse damit zu verflechten.

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