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Sachs, H. (1932). Volentem ducunt fata, nolentem trahunt. Psychoanalytische Bewegung, 4(2):143-150.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(2):143-150

Volentem ducunt fata, nolentem trahunt

Hanns Sachs

Den Unsicherheiten, aus denen sich die menschliche Existenz zusammensetzt, steht eine merkwürdige Sorte von Gewißheiten gegenüber. Dieselben Erlebnisformen, Abläufe und Kombinationen von Gefühlsbindungen wollen von einem Menschen immer wieder erlebt werden, sie wiederholen sich mit Benützung verschiedensten Erlebnismaterials von der Kindheit an, ohne je ihre charakteristischen Formen zu verlieren. Die Möglichkeiten, die der Trieb seinem Träger gibt, verengen und vermindern sich schnell, und wenn sich der Strom einmal in ein bestimmtes Bett ergossen hat, so ist ihm sein weiterer Lauf vorgezeichnet.

Daß aus diesen Grundthemen der individuellen Existenz die Träume, Phantasien, Kunstwerke und Wahnbildungen geformt werden, ist ohne weiteres zu verstehen. Verwunderlicher schon, daß die starre Realität, die sich doch nicht so leicht umkneten läßt, trotzdem soviel Freiheit des Wiedererlebens für den einzelnen, oder eigentlich für das Unbewußte des einzelnen übrigläßt. Der Analytiker erfährt von solchen Wiederholungsreihen so regelmäßig, daß er sie schließlich als etwas Selbstverständliches hinnimmt. Auffallend und rätselhaft bleiben auch für ihn die Fälle — in „Jenseits des Lustprinzips” hat Freud von ihnen gesprochen — in denen die formgebende Aktivität sicherlich nicht, oder wenigstens nicht in entscheidendem Maße vom Unbewußten des betreffenden Menschen ausging, sondern von den äußeren Umständen, der objektiven Realität, die von außen her das erzwang, was von innen präformiert war. Zwei der sonderbarsten Fälle dieser Art sollen hier mitgeteilt werden, wobei ich mich ebenso davon enthalte, sie als „Zufälle” abzutun, wie eine Einreihung in einen faßbaren Zusammenhang zu versuchen.

Vor mehreren Jahren suchte mich ein ausländischer Arzt auf, um sich über einige Punkte der psychoanalytischen Theorie zu informieren.

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