Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To copy parts of an article…

PEP-Web Tip of the Day

To copy a phrase, paragraph, or large section of an article, highlight the text with the mouse and press Ctrl + C. Then to paste it, go to your text editor and press Ctrl + V.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Reik, T. (1932). Die Kraniche des Ibykus und die Fliegen des Mr. Breese. Psychoanalytische Bewegung, 4(2):172-182.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(2):172-182

Die Kraniche des Ibykus und die Fliegen des Mr. Breese

Theodor Reik

In Schillers Gedicht vertraut der Sterbende, den Räuber überfielen, den vorüberfliegenden Kranichen die Rache an und der Mörder verrät sich selbst, da er die Vögel wiedersieht. Was wir in dem Gedicht beobachten, ist ein psychischer Vorgang. Das Erscheinen der Kraniche ist nur ein auslösendes Moment für die folgende Szene, das Wesentliche ist der unbewußte Geständniszwang des Mörders. Man ist versucht, die ursprüngliche Form der Sage von der Ermordung des Ibykus zu rekonstruieren, indem man die uns bekannten Glaubensvorstellungen antiker und primitiver Völker über die Eruierung unbekannter Verbrecher heranzieht.

Wir finden, daß der einfachste Weg zur Ermittlung eines unbekannten Mörders im Glauben der Primitiven der ist, den Toten zu befragen. Hier wollen wir den Fall ins Auge fassen, daß der Ermordete diesen kriminalistischen Dienst nicht leisten kann oder nicht leisten will. Einer der Wege, der dann zur Eruierung des Verbrechers führt, ist der des Tierorakels. So berichtet J. Dawson über bestimmte australische Stämme, daß Indizien für die Schuld des oder der Zauberer in einem Mordfalle in dieser besonderen Art gewonnen werden: wenn der Leichnam begraben ist, wird die Oberfläche des Grabes geglättet. Die erste Ameise, welche darüberläuft, zeigt die Richtung an, in welcher der Stamm wohnt, der den Tod verschuldet hat.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.