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(1932). „Achtung! Psychoanalyse! Rette sich wer kann!”. Psychoanalytische Bewegung, 4(2):186-187.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(2):186-187

„Achtung! Psychoanalyse! Rette sich wer kann!”

Otto Fenichels vor kurzem erschienenes Buch über „Hysterien und Zwangsneurosen” veranlaßt einen Mitarbeiter der „Königsberger Hartungschen Zeitung” (E. Ka., 30. Jan. 1932) sich „Über eine gewisse Art von Wissenschaft…” zu beschweren. Er schreibt u. a.:

„Es gab eine Zeit, in der jede Berührung sexueller oder erotischer Probleme als unanständig galt. Von dieser Prüderie, die unendlich viel Schaden angerichtet hat, sind wir heute gottseidank frei. Aber die Ablehnung des vorliegenden Buches hat nichts mehr mit Prüderie zu tun. Ist es wirklich noch wissenschaftlicher Ernst zu nennen, wenn der Verfasser im Kot der übelsten Phantasieprodukte wühlt und sie gewaltsam auf erotische Urzusammenhänge zurückführen will? Wobei der Begriff „erotisch” nicht etwa im landläufigen Sinne gefaßt ist, sondern ganz üble Nebenbedeutungen und Ergänzungen erfährt. Es geht nicht an, aus dem Buch zu zitieren. Derlei Phalluskult — denn das, was in dem Buch getrieben wird, ist nichts anderes — mag in die Verfallstimmung des untergehenden römischen Weltreichs passen, wir wollen mit ihm nichts zu schaffen haben.

Als vor eineinhalb Jahren Freud den Goethepreis der Stadt Frankfurt erhielt, wurde hier versucht, die philosophische Stellung Freuds kurz zu skizzieren und die Wissenschaftlichkeit und Vornehmheit seiner Gedankengänge, soweit sie aus seinen philosophischen Schriften zu ersehen waren, darzutun. Es will nicht wahrscheinlich klingen, daß Freud zu alledem, was sich heute Psychoanalyse nennt, steht. Es erscheint auch zweifelhaft, ob mit dem Wort Psychoanalyse überhaupt noch ein klar zu definierender Begriff verbunden werden kann. Das Suhlen in sexuellen Wahnvorstellungen hat jedenfalls mit Wissenschaftlichkeit, die doch ein Hauptcharakterzug der Psychoanalyse sein soll, nicht das geringste mehr zu tun.

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