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Sterba, R. (1932). Spinne, Erhängen und Oralsadismus. Psychoanalytische Bewegung, 4(3):268-274.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(3):268-274

Spinne, Erhängen und Oralsadismus

Richard Sterba

Alle prägenitalen Triebstrebungen sind ambivalent, d. h. sie offenbaren gleichzeitig freundlich-erhaltende und feindselig-zerstörende Tendenzen ein- und demselben Objekt gegenüber. Die destruktive Komponente in ihnen ist für das Objekt somit eine Gefahr, und zwar eine umso größere, einer je früheren Entwicklungsstufe der Libido die Triebstrebung entspricht; denn die Ambivalenzspannung nimmt im Laufe der Libidoentwicklung schrittweise ab, um in der erwachsenen Sexualreife dem Nullpunkt sich anzunähern. Ohne es als wissenschaftliche Erkenntnis ausgesprochen zu haben, wußte die Menschheit seit langem von der Ambivalenz der prägenitalen Triebstrebungen. Wenn wir die besondere Gefährlichkeit einer Liebe zu einem Objekt, vor allem die Gefährlichkeit des Geliebtwerdens von diesem Objekt zum Ausdrucke bringen wollen, dann stellen wir diese Liebe dar als eine Objektbeziehung der oralen Stufe, also jener frühesten Entwicklungsstufe der Libido, in der überhaupt Objektbeziehungen eine Rolle spielen, und die durch die schärfste Ambivalenz ausgezeichnet ist. Wir greifen nämlich mit sicherem psychologischem Gefühl nach zwei Vergleichen aus dem Tierreiche, um uns die Gefahr durch das Objekt als eine oral-sadistische darzustellen, nach der Spinne und dem Vampir.

Beide Vergleiche stellen uns die Gefahr des Geliebtwerdens als eine orale Vernichtung dar und das gefährdete Objekt als ein Opfer der oralen Aggression. Damit verraten wir aber unser tiefenpsychologisches Wissen um die Ambivalenz der oralen Triebstrebung.

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