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Sch., F. (1932). Lombroso und Freud. Psychoanalytische Bewegung, 4(3):274-277.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(3):274-277

Lombroso und Freud

F. Sch.

In einem Sonderheft „Italien” der amerikanischen Zeitschrift „Medical Life” (Februar 1932) widmet Cesare Legiardi-Laura, früherer Assistent des berühmten italienischen Psychiaters, eine Arbeit dem Vergleich und den Beziehungen zwischen Lombroso und Freud.

Die alte Frage, ob psychopathologische Erscheinungen beim Menschen psychischen oder physischen Einflüssen ihre Entstehung verdanken, konnte in dem so ausgesprochen naturwissenschaftlich-mechanistisch eingestellten 19. Jahrhundert nur in der Richtung der Physiologie entschieden werden. Die Psychologie hatte es damals zu einem irgendwie nennenswerten Verständnis der seelischen Dynamik noch nicht gebracht und erschien daher gänzlich unfähig zur Erklärung jener Verhaltensweise und Charakterzüge, wie sie den Kriminellen auszeichnen. Das Verständnis des Verbrechers, des Asozialen im weitesten Sinne, wurde Lombrosos Lebensaufgabe, und es lag im Geist seiner Zeit, daß er den Verbrecher physiologisch, spezieller „hirnphysiologisch” zu verstehen suchte. „Lombroso ist ein Realist”, so sagte Enrico Morselli von ihm, „sein Standpunkt leitet sich direkt von Comte ab, der bekanntlich eine Wissenschaft von psychischen Tatsachen leugnet und sie durch eine Physiologie des Gehirns ersetzt wissen will.” Lombroso besaß für alle jene großen Fragen, die mit der Lokalisation geistiger Phänomene, mit der spezifischen nervösen Energie, mit der Frage der angeborenen und erworbenen Begriffe, dem Selbstbewußtsein, dem Verhältnis von Fühlen und Wollen zusammenhängen, nicht das geringste Interesse.

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