Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To refine search by publication year…

PEP-Web Tip of the Day

Having problems finding an article? Writing the year of its publication in Search for Words or Phrases in Context will help narrow your search.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

(1932). „Weibliche Gedanken zur Psychoanalyse”. Psychoanalytische Bewegung, 4(3):280-281.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(3):280-281

„Weibliche Gedanken zur Psychoanalyse”

Unter diesem Titel veröffentlicht Hilde von Alberti einen Aufsatz in der „Zeitschrift für Menschenkunde”, an der Spitze des Märzheftes 1932. U. a. führt sie aus:

„Die Psychoanalyse vermittelt Einsicht in Form von Erlebnis. Auf dieser Verknüpfung beruht ihre wesentliche Wirkung. Wäre sie nur Einsicht, so bliebe sie unfruchtbar — wäre sie nichts als Erlebnis, so bliebe sie stecken in gestaltloser Willkür. Ausgangspunkt ist der Konflikt zwischen bewußtem und unbewußtem Seelenanteil, der sich bei der Frau von heute als Ringen zwischen männlicher und weiblicher Wesensart ausdrückt. Er nimmt verschiedene Formen an — er sieht anders aus bei der berufstätigen Frau, die sich nach einem Stück weiblicher Erfüllung sehnt, anders bei der Hausfrau, deren geistige Kräfte unentwickelt bleiben. Der innere Zwiespalt, welche Gestalt er auch habe, muß im äußeren Leben gelöst werden. Die andere, die unterdrückte Seite wird irgendwie bewältigt. Dazu gibt es verschiedene Wege. Das andere Ich kann in vollkommene Vergessenheit geraten. Man richtet sich auf dem einen Ufer ein, ein wenig eng, doch häuslich und friedvoll. Vielleicht, daß manchmal noch ein flüchtiger Ton aus der verlorenen Welt herüberklingt, wenn gerade ein Mensch, ein starkes Erlebnis einen packt. Vielleicht — — Es kann aber auch sein, daß das verstoßene Ich sich nicht zufrieden gibt, daß es noch genügend Kraft besitzt, um anklagend, bedrohend, zerstörend an die Oberfläche zu kommen. Es läßt sich nicht verstoßen, nur verdrängen. Es fordert die Auseinandersetzung… Selten, wie mir scheint, ist die ideale Lösung — harmonischer Ausgleich beider Seiten. Man sieht sie verwirklicht bei Künstlerinnen, in echt weiblichen Berufen, vorübergehend in der Ehe, besonders aber dort, wo religiöse Gemeinschaft die Problematik des Lebens mildert und verklärt. Der Ansatzpunkt des analytischen Verfahrens kann also nur bei der verdrängten anderen Seite (bei der Neurose) liegen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.