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Bergler, E. (1932). Das Plagiat: Deskription und Versuch einer Psychogenese einiger Spezialformen: (Vortrag, gehalten in der Wiener psychoanalytischen Vereinigung am 1. Juni 1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(5):393-420.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(5):393-420

Das Plagiat: Deskription und Versuch einer Psychogenese einiger Spezialformen: (Vortrag, gehalten in der Wiener psychoanalytischen Vereinigung am 1. Juni 1932)

Edmund Bergler

Wie würde Dich die Einsicht kränken:

Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken,

Das nicht die Vorwelt schon gedacht?

Mephistopheles in Faust II.

Tout est dit, et l'on vient trop tard

depuis plus de sept mille ans qu'il y a des

hommes … et qui plagient.

La Bruyère.

Die Schwierigkeiten der Plagiatfrage beginnen bereits bei der Definition. Es gibt eine Reihe solcher Definitionen, die für unsere Zwecke wertlos sind, weil sie lediglich die bewußten Motive berücksichtigen und im Plagiat eine mehr oder weniger planmäßige und geschickte Gaunerei sehen. So sagt etwa das österreichische Gesetz:

„Wer in der Absicht zu täuschen, ein fremdes Werk mit seinem eigenen Namen oder ein eigenes Werk mit dem Namen eines anderen versieht, um dasselbe in Verkehr zu setzen, oder wer wissentlich ein solches Werk in Verkehr setzt, macht sich, auch wenn kein Eingriff in ein Urheberrecht vorliegt, eines Vergehens schuldig, insoferne nicht strengere Bestimmungen des Strafgesetzes eingreifen.”

Nun ist es für jeden analytisch Denkenden heute auf Grund der Freudschen Forschungen einleuchtend, daß unbewußte Motive beim Plagiat eine große, wahrscheinlich die entscheidende Rolle spielen, Gibt es doch eine ganze Reihe von Plagiatformen, die unter vollkommener Ausschaltung des Bewußten zustande kommen. Ferner spielen mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei den, unter Mitbeteiligung des Bewußten entstandenen Plagiaten, unbewußte Motive eine Rolle.

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