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Nunberg, H. (1932). Psychoanalyse des Schamgefühls. Psychoanalytische Bewegung, 4(6):505-507.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(6):505-507

Psychoanalyse des Schamgefühls

Hermann Nunberg

Aus dem im Verlag Hans Huber in Bern erschienenen Werke „Allgemeine Neurosenlehre auf psychoanalytischer Grundlage”, das Freud in seiner Vorrede „die vollständigste und gewissenhafteste Darstellung einer psychoanalytischen Theorie der neurotischen Vorgänge, die wir derzeit besitzen”, nennt.

Obwohl die Entstehung des Schamgefühles ebenso dunkel ist wie die des Ekels, so ist es doch ohne weiteres klar, daß sie ebenfalls eine Reaktionsbildung darstellt, und zwar gegen den Exhibitionismus. Wo die Schamhaftigkeit über das normale Maß hinausgeht, dort ist die unbewußte Zeigelust besonders stark entwickelt. Der Erythrophobe, der Kranke, der an Errötungsangst leidet, ist sehr schamhaft. Aus Analysen dieser Kranken wissen wir, daß bei ihnen das Gesicht „genitalisiert” ist, erotische Qualitäten angenommen hat und an Stelle des Genitales tritt. Die Angst vor dem Erröten entpuppt sich als Reaktion auf den verdrängten Wunsch, das Genitale zu zeigen. Dieser Wunsch geht aber mit der Angst vor dem Verluste des Genitales einher. So deckt sich die Errötungsangst mit der Kastrationsangst. Auch der Beobachtungswahn stellt sich bei näherer Betrachtung als „negative Zeigelust” dar, als abgewehrte Exhibition. In die bewußte Sprache eines Normalen übersetzt, würde er etwa so lauten: „nicht ich will mich zeigen (gesehen werden), der andere will mich sehen”; anders ausgedrückt: „ich will mich zeigen”.

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