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Winterstein, A. (1932). Beiträge zum Problem des Humors. Psychoanalytische Bewegung, 4(6):513-525.

(1932). Psychoanalytische Bewegung, 4(6):513-525

Beiträge zum Problem des Humors

Alfred Winterstein

Humour is wit and love”

W. Thackeray

I) Der humoristische Prozeß

Die erste analytische Untersuchung des Humors verdanken wir bekanntlich Freud, der in seiner frühen Schrift über den Witz die humoristische Lust auf ersparten Gefühlsaufwand zurückgeführt und diesen bloß ökonomischen Gesichtspunkt dann in einer viele Jahre später erschienenen kurzen Abhandlung dynamisch ergänzt hat, indem er auf die besondere Haltung des Über-Ichs bei der humoristischen Einstellung hinwies. Die Besetzungsverschiebung innerhalb des seelischen Apparates, die dabei statthaben soll, gab Freud Veranlassung, die Abwechslung von Melancholie und Manie zur Aufklärung heranzuziehen. Trotz der grundsätzlichen Wichtigkeit derartiger analogisierender Betrachtungen für eine Psychologie des normalen Seelenlebens haben andere psychoanalytische Forscher mit Ausnahme von Reik und Hitschmann dem Humor keinerlei weitere Aufmerksamkeit geschenkt, aber auch die beiden Letztgenannten behandeln das Thema mehr nebenbei im Zusammenhang mit dem Phänomen des Witzes. Offenbar herrscht die Meinung vor, daß alles Wesentliche über den Humor von Freud bereits gesagt worden ist. Und doch wird derjenige, der Freuds Arbeit aufmerksam studiert und sich auch um eigene Beobachtungen bemüht hat, in dessen vorsichtig formulierten Auskünften nur eine wertvolle Grundlage für weitere Forschungen erblicken.

Nach Freud besteht die Fähigkeit des Humoristen darin, sein Über-Ich überzubesetzen und von diesem aus die Reaktionen des Ichs abzuändern. Die durch das Über-Ich dem Ich vermittelte humoristische Lust entsteht dann aus der Ersparung des vom Ich bereitgehaltenen Affektaufwandes. Die zu Gunsten des Humors unterbliebenen unlustvollen Gefühlserregungen können mannigfaltiger Art sein. Freud meint, daß erspartes Mitleid eine der häufigsten Quellen der humoristischen Lust sei; der nicht entbundene Affekt kann jedoch auch Rührung, Ärger, Schmerz, Verachtung, Entrüstung, Schrecken, Grausen, Verzweiflung usw. sein.

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