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PEP-Web Tip of the Day

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Muller-Braunsghweig, C. (1947). PROLEGOMENA ZUM GRUNDRISS EINER PRAKTISCHEN UND THEORETISCHEN TIEFENPSYCHOLOGIE. Psyche – Z Psychoanal., 1(2):189-205.
  

(1947). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(2):189-205

PROLEGOMENA ZUM GRUNDRISS EINER PRAKTISCHEN UND THEORETISCHEN TIEFENPSYCHOLOGIE

Carl Muller-Braunsghweig

I

Das Gebäude einer praktischen und theoretischen Tiefenpsychologie kann in Anlehnung an den Gebrauch der somatologischen Medizin dreifach gegliedert werden, nämlich in eine tiefenpsychologische Anthropologie oder Psychologie, eine tiefenpsychologische Pathologie und eine tiefenpsychologische Therapie. Die tiefenpsychologische Anthropologie oder Psychologie entspräche dann der Anatomie und Physiologie. Die tiefenpsychologische Anthropologie enthält die Lehre vom „normalen“ Menschen. Der Begriff der Normalität ist — in genauer Parallele zur anatomischen oder physiologischen Normalität — nicht identisch mit einer statistischen Durchschnittsh normalität, sondern der Begriff der Norm hat hier wie dort den Sinn eines Idealtypus. Würde es überhaupt möglich sein, aus der Gesamtzahl der (auf der Erde lebenden Menschen oder auch nur aus einer sehr großen Anzahl von Menschen — sei es verschiedener oder annähernd ähnlicher Struktur — ein AnatomiemodeDell, das deren statistischen Durchschnitt darstellte, zu konstruieren, so würde dies, wissenschaftlich gesehen, ein reines Willkür- und Zufallsprodukt darstellen, wahrscheinlich eine groteske Karikatur des Menschen. Im Gegensatz dazu hat sich der normale anatomische Mensch mit seinen normalen Funktionen — im Sinne des Idealtypus — bisher immer ohne große Schwierigkeit aus der Beobachtung sowohl relativ fehlerfreier, wie auch mangelhafter oder abwegiger Formen, beziehungsweise Funktionen erkennen und abstrahieren lassen.

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