Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To quickly go to the Table of Volumes from any article…

PEP-Web Tip of the Day

To quickly go to the Table of Volumes from any article, click on the banner for the journal at the top of the article.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Meinertz, J. (1949). Mann, Thomas: Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung. Berlin 1948, Suhrkamp Verlag, Vormals S. Fischer, 52 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 3(3):212-216.
    

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(3):212-216

Mann, Thomas: Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung. Berlin 1948, Suhrkamp Verlag, Vormals S. Fischer, 52 Seiten.

Review by:
J. Meinertz

In seiner „Rundreise um Deutschland“ hat Thomas Mann diesen Vortrag gehalten, der hier in erweiterter Form vorliegt und den Autor, dessen Persönlichkeit in den letzten Jahren stark umstritten war, auf der Höhe seiner psychologischen und stilistischen Meisterschaft zeigt. Diese aus tiefem eigenen Erleben quellende Interpretation Nietzsches, eines der mißverstandensten Kulturbeweger der neueren Zeit, ist geeignet vielem abwegigen, wenn auch „zeitgemäßen“ Gerede über Nietzsche ein Ende zu machen. Thomas Mann weist auf die „verzweifelte Grausamkeit“ hin, mit der Nietzsche über vieles, eigentlich über alles ihm Ehrwürdige gesprochen hat: über Richard Wagner, über die Musik im allgemeinen, über die Moral, über das Christentum, auch über das Deutschtum, und wie er bei den wütendsten kritischen Ausfällen gegen diese im Innern stets hochgehaltenen Werte und Mächte offenbar nicht das Gefühl hatte, ihnen wirklich nahezutreten, sondern die fürchterlichsten gegen sie geschleuderten Beleidigungen anscheinend als eine Form der Huldigung empfand. So war Nietzsches Verhältnis zu den Vorzugsgegenständen seiner Kritik das der Leidenschaft schlechthin: einer Leidenschaft im Grunde ohne bestimmtes Vorzeichen, denn das negative wechselt beständig in das positive hinüber. Thomas Mann sieht keinen Bruch, sondern vollkommene Einheitlichkeit und Geschlossenheit in Nietzsches Lebenswerk.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.