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Kaplan, L. (1949). PROBLEME DER STRAFJUSTIZ. Psyche – Z Psychoanal., 3(7):517-537.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(7):517-537

PROBLEME DER STRAFJUSTIZ

Leo Kaplan

1. Daß Menschen wegen Vergehen bestraft werden, scheint eine Selbstverständlichkeit, etwas Unproblematisches zu sein. Und doch, wenn man auf diese Sache näher eingeht, stellt sich heraus, daß die Straftätigkeit verschieden determiniert ist.

Die Motive, die die Straftätigkeit bestimmen, können rationaler, affektiver und endlich irrationaler (magischer) Natur sein.

Wir fangen mit den rationalen (nüchternen) Motiven unsere Untersuchung an. Als Beispiel nehmen wir die Strafjustiz, die im alten Rußland herrschte, die ihren literarischen Niederschlag in einem Rechtsbuch (sogenannte „Prawda“) aus dem 11. und 12. Jahrhundert fand. Die Grundzüge dieses Rechtsbuches stammen aus einer noch früheren Zeit. Nach der Prawda wurden die meisten kriminellen Taten durch eine Geldstrafe gebüßt. Sogar der Mord wurde bloß durch eine Geldbuße, die abgestuft war nach dem, ob ein einfacher Mann oder ein Angehöriger des fürstlichen Geleites getötet wurde, gesühnt. Die Prawda betrachtete den physischen wie den moralischen Schaden, der einem durch das Verbrechen zugefügt wurde, als wirtschaftlichen Verlust, und je nachdem, wie hoch dieser Verlust eingeschätzt wurde, fiel die Höhe der Geldstrafe aus.

Der bekannte russische Historiker, Professor W. Kljutschewski sagt: „Die Prawda war nicht um Verhinderung des Verbrechens besorgt, ebensowenig darum, den Verbrecher zu bessern.

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