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Adorno, T.W. (1952). ZUM VERHĂ„LTNIS VON PSYCHOANALYSE UND GESELLSCHAFTSTHEORIE. Psyche – Z Psychoanal., 6(1):1-18.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(1):1-18

ZUM VERHÄLTNIS VON PSYCHOANALYSE UND GESELLSCHAFTSTHEORIE

Theodor W. Adorno

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Aus dem Englischen übersetzt von Rainer Koehne

Seit etwa fünfzehn Jahren macht in der Psychoanalyse eine Tendenz sich bemerkbar, auf Kosten der verborgenen Mechanismen des Unbewußten jenen Motivationen sozialer oder kultureller Art, die dem Bewußtsein ohne Umstände zugänglich sind, eine maßgeblichere Rolle als bisher zuzubilligen. Angestrebt wird etwas wie eine Soziologisierung der Psychoanalyse. Man wirft Freud vor, er habe gesellschaftliche und ökonomische Strukturen als bloße Wirkung psychologischer Impulse angesehen, die selber einer mehr oder minder geschichtslosen trieblichen Konstitution des Menschen entsprängen. Daß Charakterzüge wie Narzißmus, Masochismus oder das anale Syndrom nicht weniger Produkte von Gesellschaft und Milieu sind, als sie diese bedingen, wird solchen Erklärungsversuchen vorgehalten wie dem der Kriege aus destruktiven Impulsen oder dem des kapitalistischen Systems aus dem analerotischen Sammeltrieb. Aus deren übrigens unbestreitbarer Insuffizienz wird gefolgert, daß echte Wissenschaft unverwandt auf die Wechselwirkung sozialer und psychologischer Faktoren zu blicken habe, daß also nicht die atomistisch isolierte Triebdynamik innerhalb des Individuums Gegenstand der Analyse sein solle, sondern vielmehr der Lebensprozeß in seiner Totalität.

In der Tat kann Psychologie, als ein Sektor der arbeitsteiligen Wissenschaft, die gesellschaftliche und ökonomische Problematik nichts insgesamt bewältigen.

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