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Schottlaender (1952). Trüb, Hans: Heilung aus der Begegnung. Stuttgart (Klett) 1951. 124 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 6(4):38-42.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(4):38-42

Trüb, Hans: Heilung aus der Begegnung. Stuttgart (Klett) 1951. 124 Seiten.

Review by:
  Schottlaender

Das Buch des im Herbst 1949 allzufrüh verstorbenen Verfassers birgt sein geistiges Vermächtnis, das Vermächtnis eines bedeutenden Psychotherapeuten und Arztes, eines grübelnden Denkers, eines gütigen Menschen. Trüb ist als Schüler Jungs in die Welt der Psychotherapie eingetreten, sein Leben war eine ununterbrochene Auseinandersetzung mit dem verehrten Lehrer, zugleich ein dauernder Ablösungsprozeß, der schließlich zu Trennung und Selbständigkeit führte und Trübs geistige Unabhängigkeit begründete. So war sein Leben ein Kampf, der in diesem Büchlein, schärfer gezeichnet und weiter fortgeschritten als in des Verfassers Arbeit „Vom Selbst zur Welt“ (PSYCHE I, 41 ff.), seinen endgültigen Niederschlag gefunden hat.

Gerade dieser Ablösungskampf aber, schwerblütig und mit viel Leid redlich durchgestanden, bedingt den Wert dieses Buches, das viel mehr enthalt, als sein Umfang annehmen ließe. Denn es handelt sich keineswegs allein um die Tatsache, daß ein bedeutender Schüler der Psychotherapie von einem Lehrer und dessen System Abschied genommen hat. Trübs Schrift ist vielmehr, wie es in unserer Wissenschaft immer bei einer Sezession gewesen ist, sinnbildlich und richtungweisend für die Entwicklung der Psychotherapie selbst, deren Schicksal in Schöpfungen und Abfallbewegungen beschlossen zu sein scheint.

Wenn nicht alles trügt, erleben wir gegenwärtig wieder einen solchen Schritt der Psychotherapie, die wie keine andere Wissenschaft vom Gang der Geistesgeschichte abhängig ist und nach dem zweiten Weltkrieg ein verändertes Gesicht zeigen mußte, wie dies ja auch nach dem ersten Weltkrieg der Fall war. Die Einführung des Aggressionstriebs durch Freud in seine Trieblehre war ein solcher Schritt. Kein Wunder, daß die zunehmende Desintegration der abendländischen Gesellschaft im Gefolge des zweiten Weltkriegs das Antlitz der Psychotherapie wiederum entscheidend verändern mußte.

Worum es eigentlich in diesen Ablösungskämpfen geht, ist nicht schwer zu erraten. Alle Psychotherapie welcher Richtung immer ist am Kampf gegen die Neurose erwachsen.

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