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Lowie, R.H. (1952). Thurnwald, Richard: Des Menschengeistes Erwachen, Wachsen und Irren. Versuch einer Paläopsychologie von Naturvölkern mit Einschluß der archaischen Stufe und der allgemein menschlichen Züge. Berlin und München (Verlag Duncker & Humblot) 1951. 448 Seiten, broschiert DM 28.—, gebunden DM 31.—.. Psyche – Z Psychoanal., 6(4):50-52.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(4):50-52

Thurnwald, Richard: Des Menschengeistes Erwachen, Wachsen und Irren. Versuch einer Paläopsychologie von Naturvölkern mit Einschluß der archaischen Stufe und der allgemein menschlichen Züge. Berlin und München (Verlag Duncker & Humblot) 1951. 448 Seiten, broschiert DM 28.—, gebunden DM 31.—.

Review by:
Robert H. Lowie

Dank seiner Verknüpfung psychologischer, soziologischer, volkswirtschaftlicher und ethnologischer Erkenntnisse nimmt Richard Thurnwald unter den wenigen Altmeistern der Völkerkunde eine scharf umrissene, ja einzigartige Stellung ein. Dazu kommt noch vom rein zünftlerischen Standpunkt seine erfolgreiche Betätigung als Feldforscher auf so verschiedenartigen Gebieten wie Bosnien, Melanesien und Ostafrika mit der selbstverständlichen Beherrschung des einschlägigen Schrifttums. In dem vorliegenden Werk spendet er reichlich aus dem Schatz seines ethnographischen Wissens, ja für manchen Außenseiter dürfte er in dieser Hinsicht des Guten zuviel bieten. Indessen beruht die manchmal sehr ausführliche Schilderung des Tatbestands auf der durchaus berechtigten Auffassung, daß ein kulturelles Faktum niemals als vereinzelte Tatsache, sondern nur in der Verflechtung mit anderen Tatsachen verständlich wird. So rechtfertigt sich etwa die eingehende Schilderung des Zauberwesens bei den zentralafrikanischen Zande (S. 358 bis 363).

Wie es sich bei Thurnwald von selbst versteht und auch im Titel angedeutet wird, handelt es sich hier nicht um rein ethnographische Darlegungen, sondern um ihre psychologische Auslegung. In Anbetracht des herkömmlichen Gegensatzes zwischen psychologischer und historischer Einstellung verlohnt es sich wohl, darauf hinzuweisen, daß der Verfasser geschichtlichen Erwägungen keineswegs prinzipiell abschätzig gegenübersteht, wie dies bei Malinowski der Fall war.

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