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Pfister, O. (1952). KARL JASPERS ALS SIGMUND FREUDS WIDERSACHER. Psyche – Z Psychoanal., 6(5):241-275.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(5):241-275

KARL JASPERS ALS SIGMUND FREUDS WIDERSACHER

Oskar Pfister

I

FREUDS FORSCHUNGSGEBIETE

Die Trieblehre und ihre Grenzen. Hören wir zunächst Jas pers: „Freud glaubt, ungefähr alles Seelische auf Sexualität in einem weiten Sinne gleichsam als die einzige primäre Kraft verständlich zurückführen zu können.“ „Im Unbewußten liegen die Grundtriebe, die als Libido zusammengefaßt und vor allem als erotischer Trieb beachtet werden.“ „Macht- und Geltungstriebe, schließlich ein Todestrieb, kommen hinzu“ (ebenda). Aber alle Affektenergie „wird schließlich zurückgeführt auf eine einzige Kraft, von Freud Sexualität genannt, welche das eigentlich Treibende im Seelischen ist und in den mannigfaltigen Formen der einzelnen Triebe erscheint, unter denen der Geschlechtstrieb der hauptsächlichste ist (weswegen er den Namen für das Ganze hergibt)“. — Was für ein Knäuel grundfalscher Behauptungen hat Jaspers, hier auf engem Raum zusammengedrängt!

Es trifft nicht zu, daß Freud glaubte, so ziemlich alles Seelische auf Sexualität in einem weiten Sinne gleichsam als die einzige primäre Kraft zurückführen zu können. Wie oft hat er gegen diese von ihm als irrig bezeichnete Unterschiebung protestiert! Schon 1912, ein Jahr vor Jaspers' erster Veröffentlichung seiner „Allgemeinen Psychopathologie“, schrieb Freud: „Wir nehmen die populäre Unterscheidung von Ichtrieben (NB.: Plural) und Sexualtrieb an, die uns mit der biologischen Doppelstellung des Einzelwesens, welches seine eigene Erhaltung wie die der Gattung anstrebt, übereinzustimmen scheint. Aber alles Weitere sind Konstruktionen, die wir aufstellen und auch bereitwillig wieder fallen lassen.“

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