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Mitscherlich, A. (1952). LUST- UND REALITÄTSPRINZIP IN IHRER BEZIEHUNG ZUR PHANTASIE. Psyche – Z Psychoanal., 6(7):401-424.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(7):401-424

LUST- UND REALITÄTSPRINZIP IN IHRER BEZIEHUNG ZUR PHANTASIE

Alexander Mitscherlich

Karl Marx hat von Hegel gesagt, man müsse ihn umkehren, vom Kopf auf die Füße stellen, damit aus seiner Lehre ein Sinn kommen könne. Nicht die Idee solle die Realität regieren, sondern diese, mit dem Schwergewicht der materiellen Ökonomie, regiere die Ideen. Das ist ein Musterbeispiel für die geschichtlich erwiesene Unlösbarkeit der Aufgabe, daß der Mensch sich über die Regentschaft klar werde, die aus seinen Kräften und der Art, wie er sie bewegt, hervorgeht. Das Sicherste, Gesichertste dieser Welt auf den Kopf zu stellen, ist das älteste Denkspiel der abendländischen Menschheit, der ehrwürdige Zwang einer ihrer Leidenschaften, welcher unermüdlich, großartig, rücksichtslos, respektlos, grausam geopfert wird. Der pragmatische Kompromiß, etwa daß man Gott geben solle, was Gottes und dem Staate, was des Staates ist, nimmt sich dagegen merkwürdig schwach aus, so effektvoll er im Alltag sein mag.

Wenn hier also einige Ansätze zu einer Lehre vom Menschen entwickelt werden, in denen Prämissen einer geltenden Anschauung in ihr Gegenteil umgewandt erscheinen, so ist dies dem Autor eine dringende Nötigung: im größeren Zusammenhang nur die Reminiszenz eines Geschehens, durch das alles wieder auf die Füße kommt — aber doch nie mehr auf dieselben.

In bilderbogenhafter Vereinfachung kann man bis zur Entwicklung der Psychoanalyse drei Anthropologien verschiedener Zentrierung unterscheiden: die theologische, die philosophische und die naturwissenschaftliche.

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