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Maack, R. (1952). Veitheim, Hans Hasso von: Tagebücher aus Asien. 1. Band. Köln (Greven-Verlag) 1951. 407 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 6(8):140-141.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(8):140-141

Veitheim, Hans Hasso von: Tagebücher aus Asien. 1. Band. Köln (Greven-Verlag) 1951. 407 Seiten.

Review by:
Rudolf Maack

Der große Freundeskreis des Verfassers erhielt in den Jahren vor dem letzten Krieg regelmäßig Reiseberichte von Veitheim aus Asien, die, aus dem Augenblick heraus geschrieben, doch so tiefe Probleme auf warfen, daß man wünschte, sie geordnet und gefiltert eines Tages als Buch vorliegen zu sehen. Aus der Masse des Stoffes löste sich als erstes ein Buch über Bali, 1943 bei Suhrkamp erschienen und als gesamte Auflage in Leipzig verbrannt. Nun erscheint ein zweiter, größerer Komplex, Bombay, Calcutta und Benares, vor allem aber Kaschmir, Afghanistan, die Himalayas und das von Weißen kaum je betretene Nepal umfassend. Der Verfasser, aus seinem Schloß Ostrau bei Halle vertrieben, als kranker Flüchtling in Westdeutschland untergeschlüpft, hat sich versagen müssen, die bunte Anlage des Tagebuchs in eine Buchform umzuschmelzen. Ein Herausgeber zeichnet für das gedruckte Werk verantwortlich.

Veitheim hat seine Reiseberichte eigentlich nicht für Leser geschrieben, sondern um durch Fixierung seiner Erlebnisse und Erkenntnisse für weitere Eindrücke frei zu werden. Das gibt seinen Tagebüchern das Unmittelbare, das manches besser geschriebene Buch entbehrt. Es geht ihm, der Asien mit den Augen eines Europäers und Europa mit den Augen der Asiaten sieht, um die Frage, ob und wie eine Synthese zwischen westlicher und östlicher Seelenhaltung zu stiften ist. Bloße Nachahmung und Übernahme würden verhängnisvoll wirken; es kann nur eine Begegnung im Geistigen gemeint sein. Dazu allerdings scheint der Osten eher fähig. Immer wieder stößt Veltheim bei den Gurus, die er aufsucht, auf eine klare Anschauung von der seelischen und geistigen Krise des Abendlandes, den Manien und Persönlichkeitsspaltungen und der vom Geist und vom Menschen abgelösten Wissenschaft. Sein Hauptinteresse ruht auf der vergleichenden Religionsforschung, und diese versteht er im Sinne des Ostens als eine Deutung der religiösen Symbolik von den seelischen Grundbezogenheiten her. „So wie der Name nur der Gast der Wirklichkeit ist, so kann auch jede Form nur eine zeit- und umweltbedingte symbolische Hieroglyphe sein.

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