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Biermann (1952). Kaldewey, Walter: Enuresis. Der Nervenarzt, 23. Jhg. 3. Heft. 1952, Seite 98-101.. Psyche – Z Psychoanal., 6(8):151-152.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(8):151-152

Kaldewey, Walter: Enuresis. Der Nervenarzt, 23. Jhg. 3. Heft. 1952, Seite 98-101.

Review by:
  Biermann

Verfasser wendet sich gegen die Ansicht, daß Bettnässen immer eine Minusauslese darstelle. Aus seiner Erfahrung als Nervenarzt sieht er Bettnässen über die Zeit der Sauberkeitsgewöhnung hinaus sehr häufig. Die Bequemlichkeit der Eltern kann dabei eine Rolle spielen. Trockenwerden vor dem 3. Jahr ist durchaus nicht die Norm und oft Ergebnis einer Dressur. Jedes Kind zeige den für das Bettnässerkind postulierten Tiefschlaf als physiologische Erholungsphase des täglichen Bewegungsdranges. Lediglich die nervösen, unruhigen Kinder weisen nur vorübergehende Tiefschlafperioden bei sonst oberflächlichem Schlaf auf. Die Rücksichtnahme besorgter Eltern auf den Schlaf des Kindes gewöhnt dies nicht an die normalen Umweltgeräusche. Die Folgen sind abnormer Tiefschlaf zu bestimmten Zeiten und erleichtertes Bettnässen. Analog findet sich auch der Pavor nocturnus häufig bei gesunden Kindern und nicht nur bei Neuropathen. Das geistig lebhafte Kind nimmt viel psychologisches Material mit in den Schlaf, was sich im Pavor äußern kann. Verfasser berichtet von mehreren geistig hochstehenden Familien mit bettnässenden Kindern, wo in manchen Fällen ein milieuschädigender Faktor nicht nachzuweisen war, in anderen aber offensichtlich ein Versagen oder Fehlen der Elternpersönlichkeit mit der Enuresis zusammenhing. Es sei nicht immer sicher zu ermitteln, warum ein Geschwisterkind rechtzeitig trocken wird und das andere nicht.

Wenn Verfasser bei einem erzieherischen Versagen der Eltern als mögliche Ursache des Bettnässens den Begriff Neurose für das Kind ablehnt, weil es sonst unauffällig sei, dann wäre diese Frage für „Kinderfehler“ überhaupt zu stellen, die ja in der weitaus größeren Zahl ohne auffällige Spätwirkungen — gewissermaßen als labile Durchgangsphase — ausheilen. Wir werden aber bei Kindern mit manifester Neurose immer eher aufmerken, wenn wir erfahren, daß schon ihre Sauberkeitsgewöhnung Schwierigkeiten bereitete.

Verfasser

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