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Boss, M. (1953). ÜBER HERKUNFT UND WESEN DES TIEFENPSYCHOLOGISCHEN ARCHETYPUS-BEGRIFFES. Psyche – Z Psychoanal., 6(10):584-597.

(1953). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(10):584-597

ÜBER HERKUNFT UND WESEN DES TIEFENPSYCHOLOGISCHEN ARCHETYPUS-BEGRIFFES

Medard Boss

I

In der Vorstellungswelt der neuzeitlichen Psychologie und Psychotherapie spielt der Begriff des Archetypus eine immer bedeutsamere Rolle. Er wurde, wenn auch nicht erst von C. G. Jung geschaffen, so doch von ihm in die Tiefenpsychologie eingeführt und darin heimisch gemacht. Weil jedoch die heute vielerorts üblich gewordene, leichtfertige Freigebigkeit in der Verwendung der Worte „Archetypus“ und „archetypisch“ weder den Absichten C. G. Jungs entspricht, noch der Tiefenpsychologie als Wissenschaft und als Heilverfahren zuträglich sein kann, dürfte eine gelegentliche Besinnung auf das eigentliche Wesen und die geistige Herkunft dieser Vorstellung nicht fehl am Platze sein.

Die Jungsche Psychologie hat mit der Freudschen Theorie vom Menschen zum mindesten das eine gemeinsam, daß auch C. G. Jung lediglich das alte naturwissenschaftliche Denkinstrument der Jahrhundertwende zur Verfügung stand. Darum versuchte er grundsätzlich genau so, wie Freud es getan hatte, die „Psyche“ und ihr Funktionieren dadurch zu erklären, daß er sie zunächst in hypothetische Teilgegenstände analysierte. Hierauf mußte natürlich auch er wieder Kräfte annehmen, um diese Teile von neuem zu einem einheitlichen Wirkungsganzen zusammen denken zu können. Freud hatte aus dem allen Menschen möglichen Erlebnis des Sich-hingezogen-Fühlens seine Vorstellung der Triebe abstrahiert.

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