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PEP-Web Tip of the Day

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Müller-Eckhard, H. (1953). DER SINN UND DIE METAMORPHOSIERENDE FUNKTION DER KINDERKRANKHEITEN. Psyche – Z Psychoanal., 6(11):668-682.

(1953). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(11):668-682

DER SINN UND DIE METAMORPHOSIERENDE FUNKTION DER KINDERKRANKHEITEN

Hans Müller-Eckhard

I

Das ist das Resultat der Blickfeldeinengung für das Nur-Somatische: Die Krankheit des Menschen wird durch die offizielle Medizin weitgehend nur nach Experimenten und Laboratoriumsuntersuchungen beurteilt, in einer Weise also, als ob es „Krankheit an sich“ gäbe, ohne Subjekt und ohne personales Sein. Ist doch ein modernes Krankenjournal kaum von einem Bericht aus einem exklusiv mathematisch-physikalisch-chemischen Bereich hinsichtlich der Formeln, der Zahlenbegriffe und der graphischen Darstellungen zu unterscheiden. Allgemein wird die Kunst, diese Zahlen und diese quantitativen Feststellungen zu deuten, mit der Kunst, den kranken Menschen zu beurteilen, verwechselt.

Angesichts des Unvermögens dieser offiziellen Medizin, um von der inneren Abwehr, dem Widerstand und der Einsichtslosigkeit zu schweigen, vom Sinn der Krankheit zu sprechen, ist es bis heute, vor allem in Deutschland, noch immer so etwas wie ein Wagnis, ohne Rücksicht auf die landläufige und legitime Ansicht die Stellung der Sinnfrage für eine Notwendigkeit zu halten, mindestens so notwendig wie die Untersuchung des Urins auf Zucker. Zu Unrecht beruft man sich auf die Relevanz der Exaktheit, wobei zu sagen wäre, daß damit positivistisch gemeint ist, nur auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Empirie exakt sein zu können. Welche Verführung geht von der Idee der Wissenschaftlichkeit aus! Wie groß ist aber der Irrtum dieser Wissenschaftlichkeit, die dem unabgrenzbaren Seelenwesen des Menschen nicht nur nicht adäquat ist, sondern ihm auch ständig Gewalt antut: sie verfährt ununterbrochen nur nach ganz abseitig von der menschlichen Person eruierten Kriterien. Das Nicht-Somatische ist mehr und mehr aus der Krankheitsdeutung entlassen, beziehungsweise gar nicht einbezogen worden.

Für einen nur-somatischen Betrachter der Krankheit mag es noch erträglich sein, mitunter ätiologisch „die Mitwirkung psychischer Faktoren“ zu ventilieren, um dann doch unbekümmert nur rein mechanistisch-quantitative Gesichtspunkte walten zu lassen.

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