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Muensterberger, W. (1953). ÜBER EINIGE PSYCHOLOGISCHE FUNDAMENTE DER MENSCHLICHEN GESELLSCHAFTSBILDUNG. Psyche – Z Psychoanal., 6(11):683-698.

(1953). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(11):683-698

ÜBER EINIGE PSYCHOLOGISCHE FUNDAMENTE DER MENSCHLICHEN GESELLSCHAFTSBILDUNG

Warner Muensterberger

Es hat viele Jahrzehnte gedauert, bis die Geisteswissenschaft die Hypothesen der Psychoanalyse zu beachten bereit war, und selbst gegenwärtig werden gewisse Gedankengänge der Tiefenpsychologie oftmals abgelehnt oder doch nicht recht ernst genommen. Andererseits ist man freilich davon überzeugt, daß man in der Individual- und Sozialforschung das unbewußte Element in menschlichen Verhaltensweisen nicht außer acht lassen darf. Die Frage ist, wann sich psychische Faktoren im Individuum bemerkbar machen und wie sie auf sein soziales Verhalten einwirken.

Die psychoanalytische Forschung hat erwiesen, daß soziale und psychische Prozesse genetisch erfaßt werden müssen, d. h. als eine Folge von interindividuellen Beziehungen, die in der Kind-Mutter-Beziehung ihren Anfang nehmen, ja hier wahrscheinlich am intensivsten und nachhaltigsten sind. „So sicher die Tatsache späterer Verstärkungen durch Regression und Reaktionsbildung ist“, hat Freud hervorgehoben, „so schwierig es auch sein mag, die relative Abschätzung der zusammenströmenden Libidokomponenten vorzunehmen, so meine ich doch, wir sollen nicht übersehen, daß jenen ersten Libidoregungen eine Intensität eigen ist, die allen späteren überlegen bleibt, eigentlich inkommensurabel genannt werden darf.“ Es ist diese Intensität in ihren universalen Aspekten als die grundlegende Komponente in allen menschlichen Beziehungen, als die Basis menschlichen Handelns und die Substanz der Kompliziertheit des menschlichen Gesellungsprozesses, von der hier die Rede sein soll.

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