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Wels, G. (1953). Peuckert, Will-Erich: Geheimkulte. Heidelberg (Carl Pfeffer) 1951. 632 Seiten, DM 17.80, Ln. DM 19.80.. Psyche – Z Psychoanal., 6(12):201-203.
  

(1953). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(12):201-203

Peuckert, Will-Erich: Geheimkulte. Heidelberg (Carl Pfeffer) 1951. 632 Seiten, DM 17.80, Ln. DM 19.80.

Review by:
Grete Wels

Das Geheimnis ist ein soziales Erlebnis: es will mitgeteilt sein. Der Einzelne kann es nicht ertragen, und Jung hat darauf hingewiesen, wie sehr ein nicht-mitgeteiltes Geheimnis die Psyche des Individuums gefährdet. Der Einzelne muß es teilen, als Glied einer Gemeinschaft aber muß er es wahren können.

Peuckert beginnt sein Buch mit jenen uns allen bekannten ersten Ansätzen zu Geheimbünden, die man in der Schule erlebt, wo Buben oder Mädchen sich zu Mehreren zusammentun, mit Geheimsprache, -schrift und -zeichen, die „Unbefugte“ nicht verstehen sollen. Dieser zunächst infantile Hang zum Geheimnis ist, wie Peuckert sagt, noch in jedem Kegelklub und Gesangverein zu finden, als „Vereinsangelegenheiten“. Auf einer völlig anderen Ebene zeigt er sich dann, teleologisch gerichtet, als Berufsgeheimnis. Jeder Berufsjargon ist eine fast kultische Geheimsprache, die von „Unbefugten“ nicht verstanden wird und nicht verstanden werden soll. So ist der Titel des Buches im weitesten Sinne zu verstehen, und Peuckert spannt einen weiten Bogen durch viele Jahrtausende, Kulturen und Schichten, um Ursprünge, Zusammenhänge und Kon vergenzen aufzuzeigen. Er verfügt über einen erstaunlichen Reichtum an Material, beeinträchtigt aber durch eine eigenwillige, umständliche Sprache das Verständnis und damit seine Verdienste.

Einer dieser Verdienste besteht darin, daß er dem männlichen Protest seinen Pubertätscharakter keineswegs abspricht und die zahlreichen Spuren von ursprünglichen Weiberbünden in unserer patriarchalen Kultur aufweist, ohne in den heute reichlich beliebten Fehler zu verfallen, den Mann als einen „späten“ Appendix des Weiblichen zu betrachten. Er gehört nicht zu jener Schule, die Hurra-Matriarchismus betreibt, sondern sieht, daß der Mann seinen legitimen, polaren Platz in der Welt hat, der von Kultur zu Kultur genau so wirtschaftlich bedingt ist, wie der Platz der Frau.

Auch die Entstehung der Kulte und Mythen muß von hierher verstanden werden.

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