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Leist (1953). VERSCHIEDENES: Kerényi, Karl: Labyrinth-Studien. Zürich (Rhein-Verlag) 1950. 72 Seiten, Fr. 8.. Psyche – Z Psychoanal., 6(12):215-216.

(1953). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(12):215-216

VERSCHIEDENES: Kerényi, Karl: Labyrinth-Studien. Zürich (Rhein-Verlag) 1950. 72 Seiten, Fr. 8.

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  Leist

Kerényis vergleichende Untersuchungen über grundlegende Mythologeme — Archetypen von C. G. Jung genannt — sind bekannt. Dem Mythologem vom göttlichen Mädchen und göttlichen Knaben wird nun zur Seite gestellt ein ähnliches Mythologem, das eine gleiche Verbreitung über die Erde hat und als Labyrinth bekannt ist. Sehr schön ist die einleitende Unterscheidung, die Kerényi zwischen Rätsel und Geheimnis vornimmt und für die er sich auf R. Guardini beruft. Mythologeme verdichten Geheimnisse, deren Geheimnishaftigkeit bewahrt bleiben muß; Rätsel verlangen eine Lösung. Ein Geheimnis verbildlicht sich auch im Labyrinth. In ihm meldet sich ein Echtes, das unerklärbar ist. Man erkennt das Labyrinth an der spiralen Form; es kann als Bild, als Steinkreis erscheinen, als Höhle, als Gebäude, und kann getanzt werden. Immer verdichtet sich das gleiche Geheimnis, ob nun das Labyrinth getanzt oder gezeichnet wird.

Kerényi untersucht die verschiedenen Ausgestaltungen des Labyrinthmotivs. Aufschlußreich ist die Darstellung des kultischen Labyrinthtanzes, die durch Jenssen und seine Forschung als das Mädchen Hainuwele bekannt wurde. Wollen wir fragen, was sich denn in diesem weitverbreiteten Motiv verdichtet und verbildlicht, so hören wir die schöne Antwort: „Denn was ist es, was er durch sie in Tanz und Zeichnung unwillkürlich ausdrückt? Eigentlich dasselbe, was im Lebewesen das Keimplasma bewirkt: die Unendlichkeit des Lebens in der Sterblichkeit selbst.

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