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Fromm, E. (1954). ÜBER PSYCHOANALYTISCHE CHARAKTERKUNDE UND IHRE ANWENDUNG ZUM VERSTÄNDNIS DER KULTUR. Psyche – Z Psychoanal., 8(2):81-91.
    

(1954). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):81-91

ÜBER PSYCHOANALYTISCHE CHARAKTERKUNDE UND IHRE ANWENDUNG ZUM VERSTÄNDNIS DER KULTUR

Erich Fromm

Seit Freud 1908 die Schrift „Charakter und Analerotik“ veröffentlichte, gibt es eine psychoanalytische Charakterkunde. In dieser Arbeit richtete er erstmals die Aufmerksamkeit vom neurotischen Symptom weg auf den neurotischen Charakter. Freud und seine Mitarbeiter erkannten immer deutlicher, daß jedes Symptom im Charakter eingebettet ist; folglich war es notwendig, zuvor die Gesamtstruktur des Charakters zu verstehen, um ein Symptom verstehen und heilen zu können. Man gelangt so von der Symptomanalyse zur Charakteranalyse. Nicht nur theoretische Erwägungen führten zu dieser Gewichtsverlagerung, vielmehr auch die Tatsache, daß viele Patienten nicht über isolierte Symptome klagten wie Waschzwang, hysterisches Erbrechen, Klaustrophobie etc., sondern über Charakterschwierigkeiten, die sie daran hinderten, innere Sicherheit und Glück zu erlangen.

Freuds Charaktertheorie ruht auf zwei verschiedenen Arten von Voraussetzungen und Beobachtungen. Einmal wurde Freud immer stärker von der dynamischen Natur der Charakterzüge beeindruckt. Er sah nämlich, daß die Charakterzüge nicht nur durch frühe Einübung erworbene Verhaltensweisen waren, die leicht wieder abgestreift werden konnten, wenn neue kulturelle Anforderungen auftauchten, vielmehr wurde ihm deutlich, daß es sich um relativ beständige leidenschaftliche Strebungen handelte, um „Gewalten, die den Menschen bewegen“, wie Balzac sagt.

Er

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