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Biermann (1954). Navratil, L. und Strotzka, H.: Die Mutter-Kind Relation bei epileptischen Kindern. Wien. Arch. f. Psychol., Psychiatr. u. Neurol. 4. Bd. (1954) Heft 1. S 36-53.. Psyche – Z Psychoanal., 8(8):78-79.

(1954). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(8):78-79

Navratil, L. und Strotzka, H.: Die Mutter-Kind Relation bei epileptischen Kindern. Wien. Arch. f. Psychol., Psychiatr. u. Neurol. 4. Bd. (1954) Heft 1. S 36-53.

Review by:
  Biermann

In der Ambulanz der Wiener Psychiatr. u. Neur. Univ. Klinik wurde in einer größeren Untersuchungsreihe die Mutter-Kind-Beziehung bei epileptischen Kindern überprüft.

Verf. gehen zuerst mit Kanner auf die Ursachen ein, welche die meist komplexhafte, Haß- und Ablehnungstendenzen oft nicht direkt eingestehende negative Einstellung der Mutter zu ihrem Kind bestimmen: Neurotische, psychopathische Elternpersönlichkeiten, wirtschaftliche Not, Unehelichkeit des Kindes und unglückliche Ehen. Kanner sieht die typische ablehnende Haltung der Mutter in folgenden Kategorien: 1. offene Feindschaft und Vernachlässigung, 2. Perfektionismus, 3. kompensatorische Überbetreuung. Letztere kann auch eine aus Angsthaltung resultierende Verwöhnung sein, wie sie bei einzigen Kindern, Nachkömmlingen oder Kindern beobachtet werden kann, mit deren Verlust die Mutter zu rechnen hat.

Es regte die Verf. bei ihrer Arbeit die Tatsache an, daß Krampfkinder infolge einer über Jahre fixierten Fehlhaltung der Eltern, vorzugsweise der Mutter, sekundär neurotisiert sind. (Michno, F. Hoff.) So ist das, was meist gemeinhin als epileptische Wesensanderung gedeutet wird, oft nur ein neurotischer Überbau, nämlich Abwehrreaktion des Kindes gegen die offene oder unbewußte Ablehnung seitens der Mutter, während die von Schuldgefühlen diktierte Überkompensierung der Mutter in Form verwöhnender Zärtlichkeit und Behütung das Kind von jedem gesunden mitmenschlichen Kontakt fernhält und in seinen Infantilismen verharren läßt.

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