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Meinertz, J. (1955). PSYCHOLOGIE UND METAPHYSIK: Zur neuen Auflage von Ludwig Klages: Der Geist als Widersacher der Seele. Psyche – Z Psychoanal., 8(12):1-21.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(12):1-21

PSYCHOLOGIE UND METAPHYSIK: Zur neuen Auflage von Ludwig Klages: Der Geist als Widersacher der Seele

J. Meinertz

Seit der Entstehung des Riesenwerks von Ludwig Klages, die ein halbes Jahrhundert zurückreicht, sind starke Änderungen in der geistigen Physiognomie der Zeit eingetreten. Die fortschreitende „Entdogmatisierung“ der Tiefenpsychologie und die existentielle Betrachtungsweise zeigen dem Psychologen und Psychotherapeuten viele Klagessche Lehren in neuer Beleuchtung. Ob Klages selbst von solchen atmosphärischen Strömungen Kenntnis nimmt, ist fraglich; in seinem Werke schenkt er ihnen keine Beachtung. Die grundlegende Bedeutung eines großen Teils seiner psychologischen (charakterologischen, anthropologischen) Einsichten steht indessen nach wie vor außer Frage. Aber Klages ist darüber hinaus der Überzeugung, nach Jahrtausenden des Irrens uns die endgültige und durch nichts mehr zu erschütternde Metaphysik gelehrt zu haben. Viele sind der Ansicht, man solle diesen rein subjektiven, selber nur psychologisch bemerkenswerten Anspruch (der ins Gebiet einer „Psychologie der philosophischen Systeme“ gehöre), auf sich beruhen lassen und sich an die psychologischen Erkenntnisse halten. So berechtigt diese Auffassung ist, so darf doch nicht vergessen werden, daß die psychologischen Erkenntnisse mit dem metaphysischen System von Klages stark verfilzt sind, und daß er selbst sich einer solchen Trennung aufs heftigste widersetzen würde. Es bleibt uns aber gar nichts anderes übrig als der Versuch, die Goldkörner seiner psychologischen Einsichten aus dem metaphysischen Dunst herauszuholen, um sie in fruchtbarer Weise verwerten zu können.

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