Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To use Pocket to save bookmarks to PEP-Web articles…

PEP-Web Tip of the Day

Pocket (formerly “Read-it-later”) is an excellent third-party plugin to browsers for saving bookmarks to PEP-Web pages, and categorizing them with tags.

To save a bookmark to a PEP-Web Article:

  • Use the plugin to “Save to Pocket”
  • The article referential information is stored in Pocket, but not the content. Basically, it is a Bookmark only system.
  • You can add tags to categorize the bookmark to the article or book section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hofstaetter, P.R. (1955). ÜBER ÄHNLICHKEIT. Psyche – Z Psychoanal., 9(1):54-80.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(1):54-80

ÜBER ÄHNLICHKEIT

Peter R. Hofstaetter

Fragt man sich nach dem Wesen des Erstaunens, von dem alles wissenschaftliche Forschen seinen Ausgang nimmt, so dürfte man bald zu dem Phänomen gelangen, daß sich zwischen den Gegenständen unserer Erfahrung — unbeschadet ihrer mannigfaltigen Verschiedenheit — Ähnlichkeitsrelationen wahrnehmen lassen. Das Sachverhältnis der Ähnlichkeit steht am Beginn eines jeden Ordnungsversuches; auf ihm basieren auch die meisten unserer induktiven Schlußfolgerungen. Im Zuge der Ausgestaltung des Systems einer empirischen Wissenschaft scheint sich allerdings Hand in Hand mit der Einbuße an konkreter Anschaulichkeit auch ein Verzicht auf die Kategorie der Ähnlichkeit einzustellen. Die metrische Gleichheits-Operation (z. B.: E = m. c.2, oder: p. v. = R. T) setzt sich mehr oder minder bewußt über die anschauliche Ähnlichkeitsrelation hinweg, so daß man wohl im Bereich einer hochentwickelten Wissenschaft von einer Verkümmerung des Sinnes für Ähnlichkeiten sprechen kann. Es bleibe dahingestellt, ob und inwieweit sich dieser Prozeß zum Schaden einzelner Disziplinen auswirkt; im Fall der Psychologie glaube ich jedenfalls annehmen zu dürfen, daß das Aufspüren von Ähnlichkeiten noch lange nicht seinen Wert verloren hat. Man denke etwa an den Therapeuten, dem die verbissene Grimasse des Patienten den Schlüssel zu dessen Lebenskonflikt gibt.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.