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Müller, C. (1955). ÜBER PSYCHOTHERAPIE BEI EINEM CHRONISCHEN SCHIZOPHRENEN. Psyche – Z Psychoanal., 9(6):350-369.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(6):350-369

ÜBER PSYCHOTHERAPIE BEI EINEM CHRONISCHEN SCHIZOPHRENEN

Christian Müller

Es gibt eine Novelle Ernst Jüngers mit dem Titel „Orthners Erzählung“, welche das Schicksal eines Spielers zum Thema hat. Er schreibt darin: „Die Existenz des Spielers drängt mächtig auf den Aberglauben und dann auf geistige Verbrechen zu, die schwerer sind, als daß sie menschliches Urteil, menschliches Gericht erfaßten, ja deren Namen selbst nicht in den Büchern stehen, in denen die Gesetze aufgezeichnet sind. Wir treten, wenn wir uns dem Spiel verschreiben, bald in die Welt der Talismane, der mantischen Orte und Stunden, der kabbalistischen Systeme ein. Und wenn wir uns in diese Labyrinthe wagen, an deren Wände Ziffern und Zeichen leuchten, nähern wir uns mit jeder Windung, mit jedem Irrgang stärkern Trägern magischer Macht. Sie bleiben unsichtbar, doch wirken sie auf unser Denken, auf unsere Tat. Wenn das Verderben weit genug gediehen ist, dann treten sie zu allen Zeiten auch sichtbar auf und wiederholen das ewige Versprechen, daß wir die Welt gewinnen sollen auf Kosten unseres Heils.“

Das Schicksal jenes Menschen, über das ich hier berichten will, hat einige gemeinsame Züge mit Orthner, mit jenem Spieler, der den Zufall besiegen und ausschalten wollte und daran zerbrach. Wieweit die therapeutische Begegnung in den Ablauf der Tragödie eingreifen konnte, wieweit andere Momente sie beeinflussen, wird erst die Zukunft weisen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, soll gleich anfangs betont werden, daß es in keiner Weise um eine Darlegung allgemeiner Prinzipien der psychotherapeutischen Behandlung geht, noch soll versucht werden, aus diesem einen Fall theoretische Schlüsse zur Psychogenese der Schizophrenie zu ziehen.

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