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Stierlin (1955). Piaget, Jean: Das moralische Urteil beim Kinde. Zürich (Rascher Verlag) 1954. 463 Seiten. DM 23,—.. Psyche – Z Psychoanal., 9(8):859-861.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(8):859-861

Piaget, Jean: Das moralische Urteil beim Kinde. Zürich (Rascher Verlag) 1954. 463 Seiten. DM 23,—.

Review by:
  Stierlin

Was der Genfer Kinderpsychologe Piaget das moralische Urteil beim Kinde nennt, entspricht weitgehend dem Überich der Tiefenpsychologie. Es ist das verinnerlichte, zur Selbstverständlichkeit gewordene Wertsystem, mit dem ein Mensch die eigenen und fremden Handlungen und Antriebe beurteilt. Wie entwickelt sich dieses Wertsystem im Kinde? Diese zentrale Frage sucht Piaget im vorliegenden Werk zu klären. Er stützt sich dabei auf Beobachtungen und Befragungen von zahlreichen Kindern im Alter von 2 bis 13 Jahren. Und man kann nur bewundern, wieviel wesentliche Einsichten er durch diese Methode gewann.

Im ersten Teil behandelt Piaget die Entwicklung des kindlichen Regelbewußtseins am Beispiel des kindlichen Murmelspiels. Er beobachtete hier drei charakteristische, ineinander übergehende Stadien. Zunächst ein rein „motorisches oder individuelles Stadium“, das etwa bis zum zweiten Lebensjahr reicht. Dann ein „egozentrisches Stadium“, das am stärksten während des zweiten bis fünften Jahres ausgebildet ist, und schließlich „ein Stadium der beginnenden Zusammenarbeit“, das vor allem in das siebente bis achte Jahr fällt.

Im egozentrischen Stadium ist das Regelbewußtsein noch völlig äußerlich. Die Kinder dieses Stadiums führen zwar die von älteren Kindern benutzten Spielregeln im Munde, ihre Spielpraxis ist aber noch ganz egozentrisch.

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