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Biermann (1955). Fromberger, H.: Das Sitzenbleiberproblem, Untersuchungen über das Versagen von Kindern in der Volksschule. Herausgegeben von der Hochschule für internationale pädagogische Forschung in Frankfurt/Main. Dortmund (W. Crüwell-Verlag) 1955. 247 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 9(8):861-862.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(8):861-862

Fromberger, H.: Das Sitzenbleiberproblem, Untersuchungen über das Versagen von Kindern in der Volksschule. Herausgegeben von der Hochschule für internationale pädagogische Forschung in Frankfurt/Main. Dortmund (W. Crüwell-Verlag) 1955. 247 Seiten.

Review by:
  Biermann

Das Buch befaßt sich mit dem Sitzenbleiben als dem zentralen Problem unserer Volksschulen, auf das schon wichtige Einzelarbeiten (Kern u. a.) seit Jahren hingewiesen haben. Mit Hilfe eines sechsseitigen Fragebogens wurden an 348 Volksschulen in 1937 Klassen über 70 000 Kinder untersucht und die Ergebnisse auf Lochkarten eingetragen. Dabei erwiesen sich nahezu 12 000 Kinder als Problemfälle, d. h. Sitzenbleiber und Zurückgestellte. In einer Aufschlüsselung nach 160 Kategorien erzielte, der Verfasser aufschlußreiche Angaben über die Struktur des heutigen Schulkindes und seine Umwelt. Bei einer Auslese von 230 Problemfällen und ebenso vielen Nörmalfällen in Einzeldarstellungen wurde eine genauere Aufgliederung in je 450 Kategorien durchgeführt.

Wenngleich der Prozentsatz der Kinder, die nicht das Ziel der Volksschule erreichten, in einer Großstadt wie Bielefeld von 1900 bis heute von 60% auf 30% absank, so bleibt diese Zahl doch beunruhigend genug und weist auf grundsätzliche Mängel unseres schulischen Ausleseprinzips hin. Die anderen Ortes (Bayern) propagierte Späteinschulung im 7. Lebensjahr erscheint im Zeitalter der Acceleration und Teil-retardierungen, d. h. einer nicht mehr harmonischen leib-seelischen Entwicklung eines großen Teils der Kinder gerechtfertigt, wenn sie auch oft von ehrgeizigen Eltern abgelehnt wird. Hier könnte eine sorgfältige schulärztliche Auslese der Schulanfänger wichtige Dienste leisten.

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